Erste Meldung 2015 zum Doppelalbum

Es wird! Wir haben schon viel geschafft und es wird ziemlich gut.

Wir haben nichts neues zur „Liebe“ gemacht, aber dafür einen großen Schlag reingehauen was die „Hiebe“ angeht, mit folgendem Ergebnis:
Schlagzeug und Bass sind vollständig aufgenommen. Die Gitarre fehlt nur noch bei einem Lied und wir haben bei zwei Liedern bereits meinen Hauptgesang fertig. Dabei sind wundervolle Outtakes entstanden. Wenn ich weiterhin so lustige Fehler mache, können wir daraus noch eine zusätzliche CD bespielen. Aber wer will sich das schon anhören? Vielleicht suchen wir mal irgendwann die Besten raus und veröffentlichen diese auf unserer dann bestehenden Internetseite.

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Bei meinem letzten Tagebucheintrag hatte ich das Problem mit dem „doppelten Lied“ beschrieben und kann eine Lösung vermelden. Tatsächlich half uns unsere „Vorlage“ dabei, einen schön rockigen Gitarrenlauf für „Hexen tanzen gehen“ zu finden und nun ist es ein richtiger Rockkracher geworden. Somit bleibt es bei unserer ersten Wahl „Hexen tanzen gehen“ auf beide Scheiben in unterschiedlichen Gewändern draufzupacken.
Jetzt fragt ihr euch vielleicht, was die Vorlage für die Hiebe ist?

Es ist das weltweit meist verkaufte Debutrockalbum aller Zeiten! Die „Appetite for Destruction“ von Guns N’ Roses. Solch ein Album ist nicht die schlechteste Vorlage, egal was man persönlich von dem Album hält, denn zweifellos befanden es sehr viele Menschen für gut.
Nun sollte es uns nicht die Anleitung liefern, wie wir unsere Songs spielen und erst Recht findet man kein gecovertes „Paradise City“ auf der „Hiebe“. Es war mehr als Philosophie-Vorlage gedacht.

Mit Philosophie meinen wir zum Beispiel die Songauswahl auf der „Appetite“. Mit zwei Ausnahmen sind es allesamt alte Songs aus der Schaffenszeit jedes einzelnen Musikers von Guns N’ Roses. Es sind Songs der L.A. Guns oder der Hollywood Roses drauf (beides Bands aus denen dann Guns N’ Roses entstand) und die auch früher schon mal aufgenommen wurden. Die Songs für die „Hiebe“ wählen wir auf ähnliche Art aus: Es sind diverse Lieder dabei, die ich mal für vergangene Musikprojekte geschrieben hatte und vor deren wiederholter Nutzung wir bisher zurückgeschreckt sind. Nun muss man aber annehmen, dass diese Lieder wahrscheinlich fast niemand mehr kennt, so alt, wie sie zum Teil schon sind.

Wir haben also insgesamt sechs Songs ausgewählt und diese mehr oder weniger umarrangiert. Diese sechs auserwählten Lieder passten gut zu unserem Vorhaben, viele verschiedene Stilrichtungen abzudecken. Ich habe ein paar Texte neu bzw. umgeschrieben und das sich nun abzeichnende Endprodukt ist echt gut geworden! Die Lieder hatten es verdient, vernünftig aufgenommen zu werden und ich bin selbst ganz überrascht, was für schöne Harmonien ich in meinen jungen Jahren so zusammengebastelt habe. Das Eröffnungslied der „Hiebe“ wird aller Voraussicht nach „Todesschrei“ sein und dieses Lied ist inzwischen 20 Jahre alt!

Aber auch bei Sounds und Ideen haben wir uns von der „Appetite“ inspirieren lassen. Zum Beispiel brauchten wir einen Basssound, der sich gegen die Gitarre gut durchsetzt und der nicht im tiefen Frequenz-Nirvana verschwindet. Das haben wir nun hinbekommen „Mr. Brownstone“ gab den endgültigen Anstoß für den rockigen Gitarrenlauf zu „Hexen tanzen gehen“ und auch „Galgenstrick“ bekam eine kleine „Sweet Child O’Mine“ Note.

Die ersten Gesangsaufnahmen!

Mehr Lieder:
Gar nicht so sehr aus der Überfinanzierung der Doppel-CD, sondern aus einem Zufall heraus sind es doch mehr als 16 Lieder (8 + 8) geworden. Denn jener Zufall wollte es so, dass „Galgenstrick“ von der „Liebe“ auf die „Hiebe“ umzog und der „Liebe“ somit ein Song fehlte. Bei einem überzähligen Lied kann man später natürlich noch ein schwächeres Lied löschen. Aber es zeichnete sich inzwischen ab, dass es keine schwache Nummer geben wird. Somit bekommt nun die Hiebe zehn und die Liebe neun Lieder (je inkl. Intro). Das ungeplante Lied, welches es nun doch noch geschafft hat heißt „Knechtfest“ und ist eins der ersten Lieder der Kapeiken. Wir fanden es eigentlich schon immer stark, aber für den Hauptteil des Liedes viel uns kein schöner treibender Rhythmus ein. Wenn man aber so intensiv Musik macht, wie wir gerade, sprudeln Ideen Tag und Nacht und so schrieben wir die Nummer Abends nach einer längeren Studiosession kurzerhand um. Jetzt könnte „Knechtfest“ ein heimlicher Favorit werden. Mal sehen wie er nach der Aufnahme klingt!

Wir werden nun versuchen mit den Aufnahmen zur „Hiebe“ Mitte Februar durch zu sein. Dann geht es wieder weiter mit der „Liebe“ und somit mit den letzten drei fehlenden Liedern, für die wir noch keine Instrumente aufgenommen haben: „Knechtfest“, „Intro“ und „Marie“.

Beim nächsten Mal berichte ich vom Coverdesign, dem eigenen Schriftzug und Bookletbildern. Auch hier tut sich schon was.

Gehabt euch Wohl,

euer Fistus Famos

P.S.:
Ihr könnt ab jetzt Karten für unser erstes Doppeldebut-Konzert erwerben und unser Doppelalbum dort erhalten. Wenn ihr schon wisst, dass ihr am 01.Mai auf jeden Fall Zeit habt, dann schlagt bitte sofort zu, denn nur bei einer festgelegten Anzahl an vorverkauften Karten kommt es zu einem Konzert!

Hier der link:
https://www.nordstarter.org/die-kapeiken-cd-release-konzert

Letzter Zwischenstand in diesem Jahr

Zu allererst:

Frohe Weihnachten!
Wir hoffen, ihr hattet einen tollen heiligen Abend, einen traumhaften 1. Weihnachtstag und wünschen euch ein schönes Restweihnachtsfest.

Als nächstes möchten wir uns ganz besonders für das Überschreiten unseres Crowdfunding-Zieles bedanken. Wir fühlen uns geehrt von so viel Unterstützung. Statt erhofften 4.500 Euro sind es satte 7.000 Euro geworden. Unser überschwänglicher Dank gilt euch allen!

Nun müssen wir euch natürlich zum 01. Mai ein amtliches Doppelalbum präsentieren. Damit das klappt, sind wir bereits seit Wochen fleißig dabei, unsere Musik aufzunehmen. Hier ist der aktuelle Zwischenstand aufgeteilt in die beiden Alben Liebe & Hiebe:

Das Liebe-Album:
Das Akustikalbum hat zwei neue Lieder bekommen. Dort fehlt noch der Feinschliff an der Gitarre und die Gesänge zu „militärische Grundlage“ und „Tavernenlied“. Cajon, Kontrabass und Gitarre sind bereits aufgenommen und mit „Feinschliff an der Gitarre“ meine ich, dass ich oft noch eine 12-Saitige Gitarre einspiele, die bestimmte Nuancen der Hauptgitarre extra unterstützen soll. Leider ist meine 12-Saitige gerade in Reparatur, da bei einem unserer letzten Auftritte eine ihrer 12 Mechaniken abgebrochen ist. Darum haben wir weitere Aufnahmen zu diesem Album erstmal in den Februar verschoben. So bleibt auch unseren Gastmusikern noch genug Zeit, sich auf ihre Parts vorzubereiten. Wir hatten es im letzten Blogeintrag bereits angekündigt und sind stolz nun verkünden zu dürfen, dass Lou Rupp von der Pressgëng das Akkordeon zum „Tavernenlied“ einspielen wird.
Es gibt da noch jemanden, den wir angefragt haben, aber darüber berichten wir hoffentlich in einem späteren Blogeintrag mehr.

Das Hiebe-Album:
Hier wollen wir mit den Aufnahmen Ende Januar durch sein! Und wir sind tatsächlich auf einem guten Weg und somit voll im Zeitplan. „Todesschrei“, „Wenn sie weinen“ und „Gut, böse zu sein“ sind instrumental fertig. Ihnen fehlen nur noch die Gesänge.
Dem Intro und den Songs „Urlaub auf Mitraspera“ und „Galgenstrick“ fehlt neben den Gesängen auch noch der Bass. Bei den restlichen drei Liedern „Sturm“, „Barbarenweib“ und „Herzschlag“ ist das Schlagzeug bereits eingespielt.

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Auf dem Foto könnt ihr ausnahmsweise Juli (alias Don Porno) am Schlagzeug sehen. Ansonsten wurden die Drums vollständig von Timo (alias Lass Lego) eingetrommelt. Die Fotos sind vergangenen Montag am 22.12. in Kiel entstanden. Für das Strandbild in Friedrichsort nahe der Aufnahmeräumlichkeiten hatten wir eigentlich gehofft, dass Schnee liegen würde, stattdessen hat es immerhin mal kurz nicht geregnet, aber ihr kennt das ja mit den weißen Weihnachten.

Der weitere Zeitplan gibt vor, dass ich alle restlichen Gitarren bis zum 05. Januar eingespielt haben soll. In der Woche bis zum 11. Januar kommt KnickKnacks Bass hinzu und wir fangen dann auch schon an meinen Hauptgesang aufzunehmen. So geht es dann Schritt für Schritt weiter, bis die Backgroundgesänge dazukommen, so dass wir mit dem Album zum 31. Januar fertig sind. Das abschließende Mixen kann zum Glück Timo übernehmen, der für das „Liebe“-Album ja von Marco (alias Finnen) „ersetzt“ wird und somit genug Zeit hat, dem „Hiebe“-Album den letzen Schliff zu geben.

Thema „Das doppelte Lied“:
Das doppelte Lied ist ein Lied, das auf beiden Alben vertreten sein soll. Dafür sollte das doppelte Lied entsprechend stilistisch verändert werden. Wir hatten ursprünglich an „Hexen tanzen gehen“ gedacht. So, wie wir es momentan auch live spielen, ist es auch auf der „Liebe“ zu hören und bereits fertig. Für die „Hiebe“ wollten wir es erneut aufnehmen, dann aber mit Schlagzeug, E-Gitarre und E-Bass. Das Schlagzeug ist bereits im Kasten, aber leider fallen KnickKnack und mir zu diesem Song gerade keine neuen Rockläufe ein. Wir wollten unbedingt, dass es anders wird als in der Akustikversion und nun scheitern wir an einem Vorhaben, das wir sonst immer bravourös meistern. „Hexen tanzen gehen“ ist dafür irgendwie nicht geeignet, wenn man es nicht völlig unkenntlich machen will.

Dafür ist uns etwas Unverhofftes passiert. Eher aus einem Zufall heraus wurde das Schlagzeug von „Galgenstrick“ aufgenommen, obwohl das Lied mit Cajon auf die „Liebe“ kommen sollte. Als ich das gehört habe, wusste ich gleich, dass es in dieser Variante der Hit des ganzen Doppelalbums werden könnte. Ich habe sofort die E-Gitarren dazu aufgenommen und jetzt ist es wirklich ziemlich gut!
Jetzt fehlt uns ein Lied auf der Liebe, so dass wir nun zwei Möglichkeiten haben:

1) Wir nehmen noch ein weiteres Lied für die „Liebe“ auf und verzichten dafür auf die Lied-Dopplung (zur Wahl stünden da „Knechtfest“ und „Sklave einer Hexe“)

oder

2) wir doppeln „Galgenstrick“ noch einmal für die „Liebe“ mit Kontrabass, Akustikgitarre und Cajon.

Die zweite Möglichkeit ist eine Idee von KnickKnack und sicherlich ohne weiteres umsetzbar, aber ich habe damit noch Bauchschmerzen, weil ich das Lied nicht für ein typisches Kapeikenlied halte und dies als Vorraussetzung für ein doppeltes Lied sehe. Die Entscheidung ist also noch ein wenig knifflig, aber wir werden euch über diesen Blog auf dem Laufenden halten.

Soviel zum Zwischenstand. Mehr dann im Januar und vielleicht können wir euch dann auch schon den nächsten Gastmusiker präsentieren.

Somit wünschen wir euch einen guten Rutsch und einen feucht-fröhlichen Start in das Jahr 2015!

Gehabt Euch Wohl,

eure Kapeiken

P.S.: Notiert euch den 01. Mai 2015! Wir werden unsere CD-Release-Party im Stellwerk im Hamburg-Harburger Bahnhof feiern. Dort soll man sein Dankeschön nett verpackt bekommen können und wir werden in Komplettbesetzung das Doppelalbum live präsentieren. Wir werden im Januar über ein erneutes Crowdfunding den Karten-Vorverkauf starten und geben euch dafür natürlich sofort Bescheid.

Eine erfolgreiche Woche liegt hinter uns!

KnickKnack am 22.11. in Osnabrück
KnickKnack am 22.11. in Osnabrück
Live am 22.11. in Osnabrück
Fistus Famos am 22.11. in Osnabrück
Finnen am 22.11. in Osnabrück
Finnen am 22.11. in Osnabrück

Vielen Dank an Heiner Breuer für die Fotos!

Am 22. November spielten wir als Vorband vor Mr. Hurley und den Pulveraffen in Osnabrück. Es war schlicht gesagt überwältigend. Die Fans der Pulveraffen machten jeden Unsinn mit: Sie dudelten, sie sangen, sie grölten, sie schunkelten und sie tanzten mit uns zu unserer Musik. Unglaublich! Mit diesem Hochgefühl starteten wir die darauffolgende Woche mit Bassaufnahmen zur rockigen „Hiebe“-CD. Erfolgreich hat KnickKnack nun den E-Bass zu „Gut, böse zu sein“, „Wenn sie weinen“ und „Todesschrei“ eingespielt. Für diejenigen die es interessiert: KnickKnack spielte dabei einen Fender Jazz Bass mit Ashdown Endstufe und Ashdown 4X12 Box. Der Klang war präzise und trocken und der Bassist seinem Namen entsprechend knackig!

Ansonsten haben wir uns auf weitere Aufnahmen am Freitag den 28.11. im Groh-Studio in Bendestorf vorbereitet. Wir spielen die beiden CDs des Doppelalbums mit unterschiedlicher Aufnahmetechnik ein, was erfordert, dass wir uns als Band vorab schon einig sind, wie die Aufnahmen laufen sollen.

Die „Liebe“-CD soll uns am Ende am authentischsten wiedergeben, so wie wir am häufigsten live zu sehen sind. Deshalb spielen wir diese auch in unserer Hauptbesetzung (KnickKnack am Kontrabass, Finnen an der Cajon und Fistus an der Gitarre) gemeinsam und gleichzeitig „live“ ein, lediglich die Gesänge und andere Zusatzinstrumente werden nachträglich aufgenommen.

Bei der „Hiebe“-CD nehmen wir jedes Instrument einzeln und nacheinander auf: Erst das Schlagzeug, dann den Bass, dann die Gitarre und schließlich die Gesänge. Zum einen liegt das daran, dass wir nicht immer zusammen gleichzeitig Zeit finden, sie live einzuspielen. Zum anderen werden wir diese Konstellation wohl auch nur selten auf die Bühne bringen und ihr habt nicht diesen krassen Vergleich wie wir live gegenüber der CD klingen. Bei der Liebe-Konstellation ist das anders; ihr habt uns in dieser Besetzung in der Regel zuerst live gehört und bekommt im erst im Nachhinein die CD auf die Ohren.

Somit mussten wir für besagten Termin im Studio zu dritt proben, um nicht im stundenweise bezahlten Studio zu sitzen und erst dort darüber nachzudenken, was wann wo und wie passiert. Wir wollen natürlich auch nicht im Nachhinein feststellen, dass wir zwar ganz gut klingen, aber zu langsam sind. Oder um es in Fistus‘ Worten auszudrücken: „Jungs, wir schleppen!“. Das passiert uns natürlich nicht auf der Bühne, da uns das Adrenalin dort ohnehin alles schneller spielen lässt. Aber im Studio sitzend mit Kaffee neben sich, können die Lieder leicht mal etwas zu gemütlich klingen.

Nun aber weiter im Bericht. Wir haben es natürlich hinbekommen, mit dem Ergebnis, dass wir vergangenen Freitag im Studio unsere alten, bereits aufgenommen Demolieder (Hack, Hexen tanzen gehen, Fronturlaub und Marlen) verfeinert und zudem noch „Militärische Grundlage“ und das „Tavernenlied“ aufgenommen haben. Diese beiden Neuen müssen wir nun noch mit Zusatzinstrumenten und unseren Stimmen komplett machen. Für die „Liebe“-CD fehlt somit nicht mehr viel (ca. 65% fertig). Der Abschlusstermin vor dem Mixen und Mastern soll im März sein und das klingt realistisch, denn wir rechnen noch mit zwei bis drei Terminen im Studio und sind dann hoffentlich durch. Denn auch wenn wir locker über unser geplantes Crowdfundingziel hinaus sind, müssen wir mit dem Geld haushalten und es dosiert und gut überlegt einsetzen. Wir können daher noch gar nicht genau sagen, wo der Überschuss dann wirklich landen wird. Hoffentlich in einem oder zwei weiteren Liedern, aber noch ist das Crowdfunding ja auch nicht zu Ende!

Hier noch mal der link:

www.nordstarter.org/die-kapeiken-das-erste-album

Abgeschlossen haben wir die Woche dann mit einem weiteren Konzert zusammen mit den Pulveraffen am Samstag den 29.11.!

Dies war ein Zusatzkonzert, da das erste bereits innerhalb von einer Stunde ausverkauft war (250 Karten). Somit war das Zusatzkonzert wieder im Westwerk in Osnabrück, wie bereits das Wochenende davor. Es war nicht ganz ausverkauft, aber die Stimmung war grandios und es war gefühlt irgendwie noch ein wenig lauter. Also ein traumhafter Abschluss nach einer perfekten Muckewoche der Kapeiken.

Beim nächsten Mal berichten wir euch von lauten E-Gitarren, Gesangsstimmen und Gastmusikern!

Gehabt Euch wohl,

Eure Kapeiken

P.S. Das i-Tüpfelchen der Woche waren dann noch die Presseberichte über uns auf Zeit online und im Hamburger Online-Magazin „Mittendrin“. Wer einen tollen Artikel über die Kapeiken und das Thema Rollenspiel lesen möchte, findet die Texte hier und hier.

Was passiert jetzt gerade

Cover erster Entwurf

Ja, hier stand lange nichts mehr, aber das wird sich ab sofort ändern!

Wir werden dieses musische Tagebuch nun nutzen, um euch einen regelmäßigen Bericht über die Entstehung des Doppel-Debut-Albums zu erstatten. Damit ihr nicht das Gefühl bekommt, dass wir euer Geld aus dem Crowdfunding nehmen und es uns damit gut gehen lassen 🙂 Wer noch nichts über das Crowdfunding weiß und noch mitmachen will, hier ist der Link, der noch bis zum 21.12.2014 gültig ist:

http://www.nordstarter.org/die-kapeiken-das-erste-album

Was passiert jetzt gerade?

Wir haben bereits angefan

gen aufzunehmen. Damit hatten wir nicht gerechnet, aber da die Finanzierung über’s Crowdfunding schon 60 Tage vor Ablauf erfolgreich ist, haben wir unsere Pläne geändert und das ziemlich radikal!

Geplant war, dass wir dieses Jahr nur proben und im Januar 2015 unseren ersten Studiotermin für das geplante Doppel-Debut-Album „Liebe & Hiebe“ wahrnehmen. Da wir nun bereits im November ins Studio gehen, bleibt uns nicht viel Zeit zum Proben. Zudem haben wir auch überraschend einige Konzerte dazubekommen! Dabei handelt es sich meistens um die „Gönner-Pakete“, wie wir sie liebevoll nennen. Dieses „Dankeschön“ aus dem Crowdfunding beinhaltet nämlich für günstige 300 Euro neben der CD und dem bestickten Lederarmband auch ein Konzert mit uns! Dieses Paket haben tatsächlich mehr Gönner gebucht, als zu erwarten war.

Diese Terminumgestaltung hat uns nun dazu gezwungen über weite Entfernungen hinweg zu proben. Wie viele vielleicht wissen, wohnt KnickKnack in Fürth, Finnen in Würzburg, Lass Lego in Kiel und ich, Fistus Famos, südlich von Hamburg. Das bedeutet momentan,

dass wir -Technik sei Dank!- kettenbriefartig proben. Einer von uns nimmt seinen Part auf, schickt dies zum Nächsten, der wiederum etwas aufnimmt …und so weiter. Das ist quasi schon eine Vorproduktion und so entsteht langsam aber stetig die Rohversion der „Hiebe“-CD. Mit diesem Dateiaustausch sind wir voraussichtlich im Januar 2015 durch, so dass wir fit sind, die Songs noch mal richtig aufzunehmen. Mit einigen Aufnahmen sind wir bereits jetzt schon so sehr zufrieden, dass wir sie vielleicht für das Album behalten werden.

Was für Lieder kommen eigentlich auf die Hiebe drauf?

Auf jeden Fall viele neue! Da

ist zum Beispiel ein tragendes Mitteltempo-Rockstück mit dem Namen „Sturm“, das den Kampf um die letzte Linie erzählt. Wirklich richtig was zum moschen! Aber auch die schnellere Funkrock Nummer „Todesschrei“ und der Sambarock „Urlaub“ werden neben den bekannten „bösen“ Liedern „Wenn sie weinen“ und „Gut, böse zu sein“ aufgenommen. Gerade gestern habe ich abschließend die Gitarren auf das Schlagzeug von „Todesschrei“ aufgenommen. Mein Gitarrenamp steht dabei aus Lautstärkegründen bei mir in der Speisekammer… klingt irgendwie hungrig und roh, also genau richtig für ein Rockalbum! Nun bekommt KnickKnack die Tonspuren vom Schlagzeug und den E-Gitarren und kann dazu E-Bass einspielen.

Dazu aber in den nächsten Wochen an dieser Stelle mehr!

Was hat sich noch bei uns geändert?

Die Bandzusammenstellung! Gleich vorweg: Es hat uns niemand verlassen! Alle sind noch da, aber jeder von uns ist nur in einer bestimmten Situation auf der Bühne zu finden. Hier die Beschreibung und wie es dazu kam:

Elfen haben es ja nicht so mit festen Terminen und Zeiten. Daher ist Lass Lego für uns nur begrenzt einsetzbar. Wir mögen ihn aber sehr und hatten uns Anfang diesen Jahres dazu durchgerungen, für ihn Unterstützung zu suchen. Mit Finnen und Don Porno hatten wir sofort zwei Trommler, die Bock und das nötige Können haben und uns unterstützen können, ohne so häufig und regelmäßig zu proben. Dabei stellte sich im Laufe des Jahres heraus, dass Finnen sich zur echten Verstärkung etablierte und Don Porno lieber eine Unterstützung bei Ausfall sein möchte. Das passt so sehr gut. Somit können wir in dieser Besetzung dreimal so viele Konzerttermine annehmen, wie noch letztes Jahr. Bei den Aufnahmen werden alle ihren Senf dazugeben und für die Auftritte haben wir uns folgendes überlegt:

Es wird eine Liebe- und eine Hiebe-Bandaufstellung geben. In der Liebe-Aufstellung hört ihr KnickKnack am Kontrabass, Fistus an der Gitarre und wahlweise Finnen, Lass Lego oder Don Porno an der Cajon. Bei der Hiebe-Aufstellung bedient ausschließlich Lass Lego das Schlagzeug, KnickKnack greift zum E-Bass und Fistus zur E-Gitarre. Hinzu kommen noch zwei heiße Backgroundsängerinnen! Zum ersten Mal wird diese 6er-Truppe am 01. Mai zur CD-Release-Party in Hamburg zu sehen sein. Die genau Location teilen wir euch natürlich mit.

Wir wollen Dich

So, jetzt seid ihr erstmal auf dem neuesten Stand. Bitte denkt daran, uns weiterhin zu unterstützen, damit die Doppel-CD ein Kracher wird. Je mehr finanzielle Unterstützung wir bekommen, desto höher wird die Qualität.

Unsere nächsten Termine:

Samstag, 22.11. für 45 Minuten als Vorband von Mr. Hurley & den Pulveraffen in Osnabrück. Diese Veranstaltung ist leider schon ausverkauft. Dafür gibt es aber am 29.11. ein Zusatztermin an gleicher Stelle und natürlich auch wieder mit uns als Vorband. Wer noch kommen will, hier der link zum Ticketverkauf:

http://www.pulveraffen.bigcartel.com/product/eintrittskarte-releasekonzert-plankrock-29-11-2014

Bis zum nächsten Eintrag,

euer

Maestro Fistus Famos

Das neue Jahr hat begonnen

Endlich!

Der Winterschlaf der Kapeiken ist überstanden und wir haben große Pläne und erste Erfolge zu verzeichnen.

Zuerst zu den Plänen:
Wir werden noch im Mai ins Studio gehen und dort ein kleines Demo von 4 Liedern aufnehmen. Jeden Fan, der jetzt hofft, seine erste CD der Kapeiken in den Händen halten zu können, müssen wir leider vorerst enttäuschen. Die CD dient einzig und allein zu Werbezwecken, aber es werden bestimmt online Auszüge dieser CD zu hören sein.
Aufs Demo geschafft haben es „Fronturlaub“ (bereits beschrieben im Tagebucheintrag Die Knacknuss mit der Lautstärke! ), „Hack“, „Marlen“ und „Mit den Hexen tanzen gehen“ (beschrieben in diesem Tagebucheintrag, siehe unten).
Aber eine richtige CD zu produzieren, schwirrt schon seit längerem in unseren Köpfen, so dass wir uns entschlossen haben, über das Crowdfunding-System eine CD zum käuflichen Erwerb in 2014 zu produzieren. Der Hintergrund des Crowdfunding liegt darin, dass wir von mehreren Fans finanziell unterstützt wird, eine CD aufzunehmen und zu veröffentlichen. Dafür erhalten die Financiers die CD als Erste und werden in dieser auch namentlich erwähnt. Der Betrag der Unterstützung unterscheidet sich dabei nicht vom späteren tatsächlichen CD-Preis. So die Idee. Die Umsetzung dieser Idee soll noch im Mai beginnen und wird von uns dann in den üblichen Portalen vorgestellt.

Nun zu den Erfolgen:
Wir sind in der vergangenen Woche von Mittwochabend bis Samstagabend ungefähr sechs mal auf dem Jenseits der Siegel aufgetreten. Das Jenseits der Siegel ist eine Liverollenspielveranstaltung wie das Conquest of Mythodea auf dem wir letztes Jahr unsere Prämiere feierten (siehe auch Tagebucheinträge Unser erstes Abenteuer Teil 1 und Teil 2). In diesem besonderen Falle ist das JDS ein etwas kleinerer Ableger des COM. Trotzdem waren noch 700 Menschen verkleidet in Rolle vor Ort und wir mittendrin. Unsere Auftritte fanden entweder in der einzigen Taverne, dem „Schädel & Keule“, statt, oder direkt bei Spielergruppen die uns während der Veranstaltung gebucht haben. Jeder einzelne Auftritt für sich war ein Erfolg. Doch dazu sei gesagt, dass wir einen erfolgreichen Auftritt nicht darüber definieren wie fehlerfrei und besonders gut wir gespielt haben – von diesem Eigenlob möchten wir Abstand nehmen – sondern wie viele neue Leute wir berühren und für uns begeistern konnten. Und das war in Summe eine beeindruckende Menge!
Auch als Erfolg wird von uns betitelt, dass wir neue Lieder anbieten konnten. Lieder wie „Heiler-Bardin“, „Sklave einer Hexe“ und „Ich mag es wenn sie weinen“ wurden von uns hier zum ersten Mal vorgetragen. Doch am besten von all unseren gespielten Liedern gefiel mir wieder mal „Tanz den verrückten Hofnarr“, zu dem das Publikum beine- und schulternschüttelnd tanzte und dazu mit herausgestreckter Zunge „lallalalala“ schrie. Einfach Wahnsinn, vielen Dank dafür an dieser Stelle!

Wir konnten auch einige Erkenntnisse aus diesen fast fünf Tagen ziehen und dafür ist diese Art von Veranstaltung einfach spitze. Die wichtigste Erkenntnis dabei war, welche Lieder beim Publikum besser ankommen und welche weniger. Des weiteren haben wir nun auch verstanden, dass wir mehrere unterschiedliche Liederzusammenstellungen für unterschiedliche Arten von Konzerten benötigen. Gern würden wir zukünftig mit unserer Musik auch Mittelaltermärkte oder Musikfestivals unseres Genres bedienen können und dazu braucht man das passende Programm.
Eine andere Feststellung war, dass unsere Namenszug-Karten sehr gut ankommen. Wir wollen mehr und andere Versionen erstellen, da wir erlebt haben, wie die Leute bereits angefangen haben diese zu sammeln und zu tauschen. Vielleicht gibt es dann irgendwann ein Album in das man dann alle reinkleben kann….

Diejenigen die diesen Blog regelmäßig verfolgen, kennen bereits meine unregelmäßige schriftliche Vorstellung einzelner, von mir geschriebener Kapeikenlieder. Hier nun eine weitere inhaltliche Abhandlung, diesmal über „Mit den Hexen tanzen gehen“:
Eine temporeiche Nummer in A-Dur mit hohem Tanz- und Mitsingpotential. Der Text handelt von den üblichen Charakteren des klassischen Fantasy oder Mittelalter Szenarios, in denen diese Charaktere normalerweise eine gute Gesinnung attestiert werden. Man traut einem Ritter, einem Heiler oder sogar dem romantisch märchenhaften König keine üblen Taten zu. Das Lied bricht aber mit dieser Annahme und zerstört einigen naiven Fantasyliebhabern die Vorstellung nach einer heilen Welt in der man Gut und Böse wie Schwarz und Weiß voneinander trennen kann. Der Text beschreibt die Sehnsucht nach dem Verruchten. So ersehnt sich der Ritter in dem Lied „Mit den Hexen tanzen gehen“ danach, ein gut bezahlter Söldner zu sein. Lieber unmoralisch und reich, als edel und arm. Ein Lied, das einem den Superhelden wieder menschlicher erscheinen lässt.

Unser erstes Abenteuer Teil 2

(Ihr erinnert euch aus Teil 1, dass wir nach unserem ersten Konzert auf Mitraspere von der Stadtwache abgeführt und ins Gefängnis geworfen wurden.)

Die 1. Staatsanwältin zeigte in äußerst schneller und bestechend genauer Präzision Beurteilungsgabe. Sie erkannte sofort, dass wir die Leidtragenden waren und unsere Ankläger eifersüchtige Intriganten. Sie löste die Auseinandersetzung elegant, indem Sie uns die Mitgliedschaft erkaufte (Insgesamt 3 Silber und 3 Kupper) und die Bardengildenmitgliedsausweise für uns zukünftig verwarte. Wenn wir in Zukunft wieder Probleme mit der Bardengilde bekommen sollten, dürfen wir an die 1. Staatsanwältin verweisen. Diese Entscheidung wurde von den Repräsentanten der Bardengilde zähneknirschend akzeptiert, und als sie von der 1. Staatsanwältin fortgeschickt wurden, ernteten wir noch einige böse Blicke.

Natürlich wollten wir uns bei unserer Retterin mit einer musikalischen Kostprobe revanchieren, aber dazu fehlten uns nun unsere Instrumente. Die Stadtwache hatte bei unserer Verhaftung diese nicht mit in Gewahrsam genommen und somit vermuteten wir, dass der Pöbel (Beschreibung in Teil 1) uns diese entwendet hatte. Genauso war es auch. Wir mussten uns nun erst einmal die Gitarre, den Kontrabass und die Cajon zurückerobern. Eine Kombination aus Musik, Versprechungen und ein wenig Kupper waren unsere Waffen um den Pöbel zu übertölpeln.

Mit neuen Saiten und frisch gestimmten Instrumenten spielten wir vor der Stadtwache und vor unserer neuen Freundin der 1. Staatsanwältin der Stadt. Nachdem wir dort mit tosendem Applaus von dannen zogen, sprachen uns drei äußerst unseriöse Herren an. Der Rädelsführer dieser düsteren Truppe stellte sich mit dem Namen „Frotzen“ vor. Sie wollten uns für ihre kleine Taverne zur Unterhaltung. Und sie wollten uns sofort! Uns Dreien war es etwas mulmig im Bauch. Aber sie lockten uns mit kühlen Getränken und einem Badezuber, also machten wir uns auf den Weg und landeten im „Jolly Rouge“.

Das „Jolly Rouge“ war nicht so gut besucht wie das „Scorpions Inn“, aber es war sehr familiär. Die anfangs etwas zwielichtigen Gestalten entpuppten sich als besonders gastfreundliche Herren. Wir belohnten dies, indem wir uns von der musikalisch besten Seite zeigten. Und nachdem wir jeden einzelnen Tisch bespaßt hatten, kamen wir in den Genuss vor vier hübschen Damen im Hinterraum des „Jolly Rouge“ spielen zu dürfen. Wir spielten, doch nach dem zweiten Lied war uns sehr heiß. Ob es an dem heißen Badezuber oder an den vier nackten Frauen die darin saßen, lag, kann ich nicht mit Gewissheit sagen.

Auf jeden Fall war danach für uns Schluss! Nicht weil wir nicht mehr mochten oder konnten. Nein, wir wurden regelrecht ausgeschaltet. Mir war schon seit geraumer Zeit, seitdem wir uns im „Jolly Rouge“ aufhielten, aufgefallen, dass unsere alte Bekannte aus der Bardengilde uns bösen Blickes beobachtete. Als wir aus dem Hinterraum zurückkehrten, bemerkte ich auch, dass sie mit jemanden vor der Taverne sprach und immer wieder wild gestikulierend auf uns zeigte. Ich machte mir darüber keine Gedanken, weil ich solches Ausmaß an Begeisterung kannte. Aber ihr Motiv war eher böser Natur, denn auf einmal griffen uns drei Auftragsmörder an. Ich bekam ein Messer in den Bauch und ging schwer verletzt, dem Tode nahe zu Boden. Bevor die Mörder ihre Tat aber zur Vollendung führen konnten, wurden sie von den Gästen des „Jolly Rouge“ vertrieben.

So endete unser Ausflug nach Mitraspere, denn schwer verletzt musste ich viele Tage von Heilerinnen gepflegt werden. Ich möchte aber jeden beruhigen, der glauben könnte, dass dies unser nicht nur erster sondern gleichzeitig auch letzter Auftritt gewesen sein könnte. Es hat uns riesigen Spaß gemacht und wir machen weiter! Als nächstes kann man uns auf dem „taumelnden Biest 4“ kommendes Wochenende sehen (hier gehts zur Infoseite !). Wenn ihr da noch nicht angemeldet seid, dann tut dies, es sind noch Spielerplätze frei.

Unser erstes Abenteuer Teil 1 – Liedvorstellung „Iwel Kniewel“

Es war unser erstes Konzert und es wird uns ewig in Erinnerung bleiben!

Ich will euch davon berichten. Zunächst wie alles begann:

Wir kamen einen Tag vor unserem ersten Konzert auf Mitraspere (Mythodea) an, bauten alles auf und gingen abends in das Scorpions Inn, um schon mal ein wenig auf uns aufmerksam zu machen. Als wir da so Rum trinkend und Schischa rauchend rumsaßen, stellten wir fest, dass wir mit der in der Stadt ansässigen Bardengilde Probleme bekommen würden. Wir lernten ein Mitglied der Bardengilde kennen, konnten uns aber durch ein raffiniertes Wortgefecht vor der Mitgliedschaft retten. Sätze wie „Ja klar, morgen treten wir bei euch ein!“ oder „20% unserer Einnahmen gehen natürlich an Euch. Dürfen wir auch mehr zahlen?“ konnten uns die Dame und die von ihr angestachelte Stadtwache vom Hals schaffen.

Den Konzerttag begannen wir dann nicht mit dem Weg zur Bardengilde, sondern damit, überall auf Mitraspere Karten zu unserem Konzert zu verkaufen und Plakate aufzuhängen. Als wir schließlich am Abend die Bühne im Scorpions Inn betraten, wurden wir von, ich will wirklich nicht übertreiben, 100-200 Gästen empfangen. Das Scorpions Inn war völlig überfüllt, so dass sich ein großer Pulk vor dem Zelt aufhielt um ein wenig von dem Konzert mitzubekommen.
Wir legten los mit unserer Polka „Die Kapeiken“. Der Applaus war verhalten. Das Eis brach dann die Nummer: „Iwel Kniewel“ (siehe Beschreibung unten) und Lied für Lied gewannen wir die Gunst des Publikums. Lieder wie „Militärische Grundlage“, „Knechtfest“ und „(Mit den?) Hexen tanzen gehen“ wurden lauthals mitgesungen und bei unserer Zugabe, zu der meine Gitarre nur noch zwei Saiten besaß, schafften wir es, dass alle im und vor dem Zelt zu „Tanz den verrückten Hofnarr“ hemmungslos abspackten. Sie tanzten mit Zunge raus und rudernden Armen… es war einfach großartig.

Nach unserem Konzert wurde es für uns aber besonders hitzig. Ein kleiner Teil dieses erstklassigen Publikums, im folgenden einfach Pöbel genannt, trat auf uns zu. Der Pöbel, ausgestattet mit Meinungsverstärker in Form von groben Holzknüppeln, forderte sein Geld zurück. Die Begründung dazu war, dass es keinen Kartenabreißer gab und sie sich das Konzert auch hätten umsonst anschauen können. Was soll ich dazu sagen, sie hatten einen kleinen Geist durchtränkt mit Alkohol. Schnell stellten wir fest, dass wir gegen diesen stumpfen und brutalen Pöbel nur mit unserer Wortgewandtheit keine Chance haben würden. Plötzlich trat die Stadtwache mit den Worten „Seid ihr die Barden, die nicht in der Bardengilde sind?“ auf den Plan. Überlebensinstinkte übermannten uns, und bei der Wahl zwischen Gefängnis und Todgeprügelt sagten wir laut: „Ja, und euch finden wir genauso doof!“. So wurden wir in Handschellen direkt von der Bühne verhaftet und durch unser applaudierendes Publikum ins Gefängnis abgeführt. Von nun an rutschten wir von einem Abenteuer ins nächste. Wir wurden der 1. Staatsanwältin der Stadt vorgeführt. Warum diese Frau da ist, wo sie ist, wurde uns schnell klar….. Fortsetzung folgt in Teil 2!

Hier nun eine weitere Liedvorstellung:
Es geht um das Gedankengut eines finsteren Bösewichts nachdem er endlich die Welt unter seine Kontrolle gebracht hat. Es heißt „Iwel Kniewel“. So, denken wir, könnte der einzig wahre und schrecklichste Bösewicht heißen. Die große Herausforderung bei diesem Lied war es, den Bösewicht darzustellen. Man muss bei diesem Vortrag denken und fühlen wie Iwel Kniewel. Man muss zu Iwel Kniewel werden! Dass ich, Fistus, das immer schaffe, liegt nicht an meinem unglaublichen schauspielerischen Talent. In erster Linie liegt es an der musikalischen Ausrichtung des Liedes. Mollakkorde in düsterer Halbtonschrittfolge, tragen den Hörer treibend aber langsam durch den finsteren Text über das schreckliche überhebliche Lachsolo hin zu einem krächzenden Ende, das einem Abgrund ins Nichts gleich kommt.
Ziel des Liedes soll sein, dass jeder jederzeit alles dafür tun sollte, dass dieses Szenario niemals Realität wird.

Die Knacknuss mit der Lautstärke! – Vorstellung von „Fronturlaub“

Wir haben ein Lautstärkeproblem! In meiner fabelhaften Traumvorstellung spielen wir drei akustisch mit Kontrabass, Gitarre und Mini-Schlagzeug in einem großen Zelt vor 1000 Leuten und man kann uns einwandfrei hören. Leider ist dem nicht so! In unseren kleinen Übungsräumlichkeiten hör ich, während wir spielen, den Kontrabass von Knick Knack nur in meiner Einbildung, meine Gitarre selten und meinen Gesang nur, wenn ich schreie. Lass Lego ist am Schlagzeug einfach zu laut. Trotz stapelweiser Leinentücher auf den Trommeln, um die Felle etwas zu zügeln, konnten wir das Kinderschlagzeug nicht bändigen. Somit mussten wir sein Mini-Schlagzeug durch die Cajon ersetzen, welches sich sofort als die bessere Wahl zeigte, so dass Lass Lego fröhlich anfing die Cajon zusätzlich mit Becken und unterstützenden Kracherzeugern zu verfeinern.

Doch das was Lass Lego zu laut war, ist Knick Knack immer noch zu leise. Daher hat unser Herr der Saiten beschlossen von einem erfahrenen Bassbauer seinen Bass einstellen zu lassen. Außerdem überlegt er seinen Bass zu verstärken, damit er lauter wird. Ihr merkt also, es werden keine Kosten und Mühen gescheut, damit ihr uns problemlos auf unseren zukünftigen Konzerten hören könnt. Leider muss die Publikumszahl nur etwas schrumpfen, schnief.

Uns Dreien ist es klar, dass wenn wir die Lautstärkenuss geknackt kriegen, wir den ersten und entscheidenden Schritt zu einer guten Bardentruppe gemacht haben. Bei der letzten Probe ist uns dies bei drei bis vier Liedern gelungen und rasch haben wir feststellen können, was an den Liedern noch zu verbessern ist. Bei allen war es eigentlich das Gleiche und zwar die Gesänge (Jetzt hört man sie ja mal). Wir benötigen dringend Mehrstimmigkeit in diesen Liedern. Also haben wir angefangen nur mit Gitarre an den einzelnen Stimmen zu arbeiten und ihr werdet es nicht für möglich halten, aber die hohe Knabenchor-Stimme hat nicht ausschließlich die zierliche Halbelfe geliefert! Nein es war der gute Knick Knack, der noch höher als die Elfenstimme vor sich hin trällerte und das auch noch mit dem mustergültigen Ton. Und ganz anders als erwartet, fühlte sich Lass Lego nicht an seinem elfischen Ehrgeiz gepackt, sondern sang dann eben die tiefere Tenorstimme. Ich muss schon sagen, dass ich von der Einstellung, die unsere Halbelfe an den Tag legt, ziemlich beeindruckt bin. Er arbeitet jederzeit lieddienlich. Es geht weniger um sein Ego sondern in erster Linie um das Lied. Deswegen macht die Arbeit mit ihm sehr viel Spaß.

Ich hatte ja angekündigt regelmäßig Lieder von uns vorzustellen. Den Anfang möchte ich mit dem ersten Lied, das ich für die Kapeiken geschrieben habe, machen. Hier eine kleine inhaltliche Abhandlung über „Fronturlaub“:
Musikalisch ist es eine Ballade in Dur, die stark an die Lieder der berühmten Bardentruppe „Blond Grobi“ erinnert. Bedeutet nebenbei, dass wir noch was mit unseren Haaren anstellen müssen … vorne kurz und hinten lang wäre authentisch. Egal, weiter im Text: Inhaltlich handelt das Lied von einem krassen Krieger, der eine Frau anbaggert, mit dem Ziel sie für eine Nacht ins Bett zu kriegen. Natürlich erzählt er die ganze Zeit von sich selbst und was für ein derber Held er ist, macht keine Komplimente und sein Todschlagargument um sie flachzulegen ist, dass er ja morgen wieder an die Front muss und dort sterben könnte. Ja, es ist ein sehr romantisches Lied und weil es die Wirklichkeit so deutlich wiederspiegelt, wird es vielen Frauen ans Herz gehen.

So, eins noch zum Abschluss: Wir werden voraussichtlich beim „Zum taumelnden Biest – der Märchenonkel“ auftreten. Anmeldung soll ab sofort möglich sein. Hier die Adresse: http://www.taumelndesbiest.sirvigor.net/index.html
Fistus Famos

Die Tugend, die man als Kapeike braucht

Eine Ewigkeit habe ich nach solch einem Trommler gesucht!…. Aber bevor ich davon berichte, zuerst das Wesentliche: Die Kapeiken wurden nun feierlich gegründet! In der  vergangenen Woche, haben wir das erste Mal in vollzähliger Besetzung eine komplette Probe praktiziert.

Wie viele ja bereits wissen, hatte ich schon länger geplant ein Barden-Trio auf die Beine zu stellen und mit dieser Idee im Hinterstübchen hatte ich nicht nur neue Arien komponiert, sondern als Solo-Barde auch bereits öffentlich dargestellt. Ebenfalls wissen einige wenige  auch, das ich mit „Knick Knack“, dem Herren für die dicken Saiten, auch schon seit einem Jahr in launenhaften Abständen musiziere. Und ich möchte an dieser Stelle zugeben, dass auch der Halbelf „Lass Lego“ bisweilen bei solch einem Treffen anwesend war. Doch auch wenn wir drei uns schon von Anfang an gernhatten, muss jeder einzelne auch den Plan, die Kapeiken zu gründen und zu leben, vollends mittragen. Zu diesem Beistand gehört die Zeit, die man bereit ist aufzubringen, die Aufopferung während und außerhalb jeder Probe und der Wille jeden Auftritt zum besten Konzert zu machen. Das wichtigste um diese Tugenden zu verwirklichen ist eine außerordentliche Kalenderführung und eine hervorragende persönliche Zeitplanung. Doch wie jeder weiß, tut sich gerade das Elfenvolk mit diesen Tugenden erheblich schwer. Natürlich ist „Lass Lego“ nur ein Halbelf, doch gerade bei der terminlichen Zuverlässigkeit und dem allgemeinen Zeitgefühl schlägt das Elfenblut in ihm voll durch. „Knick Knack“ und ich haben uns bereits folgende Annahme überlegt, die dieses Verhalten erläutern könnte: Da die Elfen unendlich alt werden und auch die Halbelfen gemeinhin bekannt diesen Fluch mit abbekommen haben, leben sie ein wenig in den Tag hinein. Frei nach dem Motto:“ Was ich heute nicht kann besorgen, mache ich dann …. bald!“. Ergo: Fürs elfische Gemüt ist eine lächerliche Stunde über den Daumen gepeilt so viel wert wie für uns Menschen eine Minute. Somit ist es etwas schwierig sich zu verabreden. Wir müssten es so wie alle Elfen machen: Wenn wir jemanden treffen möchten gehen wir an den Ort der für seine Gegenwart am wahrscheinlichsten ist und warten dort auf ihn. Zeit haben wir ja genügend.  Für eine Elfe oder eine Halbelfe stimmt diese Aussage über die Zeit ja auch, für uns Menschen hingegen nicht und im schlimmsten Fall kann es bedeuten, dass zwei Menschen, also „Knick Knack“ und ich, leider schon zu ihrem ersten Auftritt verstorben sind.

Warum wir uns keinen verlässlicheren Trommler suchen? Weil keiner so gut ist! „Lass Lego“ vereint durch sein geteiltes Wesen zwei Eigenschaften in der richtigen Mischung miteinander. Zum Ersten die elfische, akribische, peinlich genaue Exaktheit, die jeden seiner Trommelschläge wie ein mechanisches Uhrwerk im korrekten Abstand zueinander erklingen lassen. Und zum Zweiten sein menschliches Gefühl für den Moment, der seinem Trommeln eine ordentliche Portion Leichtigkeit und Leidenschaft verleiht. Ich bin in meiner Zeit als Solo-Barde oder mit dem Duo-Spectaculus durch viele Länder gereist, habe die unterschiedlichsten Völker besucht und wurde sogar einmal durch Raum und Zeit verbannt. Doch nirgendwo habe ich jemals ein Wesen getroffen, was so antreibend trommeln kann. Nun bin ich an dem anfänglichen Satz angekommen und ich könnte nun seitenweise mit den Schwärmereien anfangen, aber mir wäre es lieber wenn ihr euch selbst davon überzeugt. Ja, wir haben es tatsächlich geschafft einige Eckpunkte abzugrenzen und wir haben Termine vereinbart. Zu diesen Eckpunkten gehören die Proben, die Kleidung, die Werbung und die erste Möglichkeit uns zu hören ist unser erster öffentlicher Auftritt auf Mitraspere im Scorpions Inn (genauere Informationen auf unserer Werbeseite http://www.facebook.com/kapeiken ). Und weil wir dies alles so hinbekommen haben, dachten wir uns: „Wir sind ab nun gegründet, wir sind die Kapeiken!“.

In diesem musischen Tagebuch möchten wir ab jetzt unsere Entwicklung festhalten und für jeden Interessierten lesbar machen. Hier erfahrt ihr, an welchen Liedern wir gerade basteln. Hier stellen wir jedes Lied als Hörprobe oder inhaltlich vor. Die Gedanken und Träume der Kapeiken werden hier offenbart und jeder Leser bekommt die einmalige Aussicht den Aufstieg oder auch den Fall einer Bardengruppe mitzuerleben.

Bis zum nächsten mal, dann sicherlich mit einer Liedvorstellung, mehr über den Herren der dicken Saiten und das Lautstärkeproblem unseres Halbelfen.

Gez. Fistus Famos