Es ist vollbracht!

Lange stand hier nichts Neues, was unserer dauerhaften Anstrengung geschuldet war, die Rock O‘ Koma fertigzustellen und vor allem die Crowdfunding-Dankeschöns zu produzieren. Man glaubt es kaum, aber viele Dankeschöns haben wir für euch selbstgemacht und nur das Nötigste in Auftrag gegeben. Die Stickarbeiten auf dem Lederarmband beispielsweise, die Goldschmiedearbeiten und den Met haben wir herstellen lassen. Die Piks aus Zinn haben wir aber selbst gegossen, die Lederarmbänder selbst geschnitten, gestanzt und genietet, die Wollmützen gehäkelt und das Kartenspiel zusammen mit unserem guten Kumpel Franzl selbst entwickelt – Dafür ein riesen Dank an Franzl an dieser Stelle.

Miss Geschick bei der Arbeit
Antje alias Miss Geschick beim Häkeln der Kapeiken-Mützen

Jetzt aber zum Hauptthema: Die finale CD-Produktion
Im Januar war alles im Kasten, also sämtliche Aufnahmen abgeschlossen. Nun benötigten die einzelnen Spuren noch die richtigen Lautstärkeverhältnisse, Kompressoren, Effekte, also das, was man unter dem „Mix“ versteht. Das war Ende Februar abgeschlossen, zeitgleich waren Cover, Booklet und CD-Design fertig. Im März begannen Miss Geschick und ich die Dankeschön-Pakete für unsere Unterstützer zu basteln. Mitte März wurde der Mix dann „gemastert“, also nochmal veredelt oder ganz plakativ: Alles wurde noch lauter und fetter! Kurz danach begann schon die Pressung und die CD ging in den digitalen Vertrieb. Zu unserem Releasekonzert am 24. März waren 95% der Dankeschöns fertig hergestellt oder geliefert worden. Lediglich „Gig“ , das Kapeiken-Kartenspiel, fehlte noch, das aber glücklicherweise genau am Tag des Konzertes geliefert wurde, so dass wir ganze drei Stück auf unserem Merchandise-Stand hatten.

Fistus bei der Arbeit
Das letzte Lederarmband kurz vor dem CD-Releasekonzerts

Panisch waren wir, als das Presswerk uns mitteilte, dass die Rock O‘ Koma zu unserem Konzert nicht fertig werden würde. Wir bekamen es schließlich hin, dass 100 Stück vorläufig hergestellt wurden, die dann unser guter Lupulus aka Knick Knack und Finnen auf dem Weg von Fürth nach Hamburg abholten! Ein CD-Release-Konzert ohne CDs… das wär’s ja noch gewesen!

 Das Konzert im „tanzenden Einhorn“ war ein Kracher! Wir haben das komplette Album runtergespielt plus unsere bekanntesten Songs. Nach diesen 21 Songs haben wir später am Abend auf Bitten der Gäste noch eine unplugged Session abgehalten. Besonders hat mir der Refrain von „Hypolykantroph“ gefallen, als das gesamte tanzende Einhorn das „ooooh ohhoh ohh“ mitgrölte. Das war ein Wow-Erlebnis!
Der ganze Abend war sehr, sehr schön. Mal wieder eine mega Stimmung wie bereits im Dezember 2016, als wir das erste Mal im tanzenden Einhorn spielten. Immer wieder gern.
Am Donnerstag kamen endlich die restlichen CDs und ich habe die dritte Welle mit 50 Päckchen und Briefen verschickt. Insgesamt waren es ca. 170 Päckchen, Pakete, Großbriefe und Briefe. Mittlerweile sollten alle angekommen sein, wir haben schon einige begeisterte Rückmeldungen und witzige Fotos mit den Perücken-Mützen bekommen. Es fühlt sich großartig an! Jetzt hoffen wir nur noch, dass diejenigen, die ihre Rock O‘ Koma nicht zu Ostern bekommen haben uns dies nicht allzu übel nehmen.

Don Porno beim Verschicken
Fleißig, fleißig….einpacken, beschriften und ein Schluck Bier

Der nächste, zumindest „halb-öffentliche“ Auftritt wird auf dem Jenseits der Siegel im Mai sein. Wann ihr uns dann live erleben könnt, lest ihr die nächsten Wochen und Monate auf unserer facebook-Seite oder hier auf unserer Seite. Bleibt also in Kontakt, damit ihr uns nicht verpasst.
Gehabt Euch Wohl,

euer Fistus Famos

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Endspurt!

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Jetzt geht es um Alles oder Nix. Gerade sieht es etwas eng aus, aber noch ist es machbar und wir glauben ganz fest daran.

Es geht um unsere Finanzierung für unser neues Album. Aus eigener Kraft können wir es nicht stemmen und benötigen deshalb die Unterstützung von Menschen, die das Album quasi im Voraus kaufen und somit die Kosten für die CD-Produktion übernehmen. Über 140 Personen helfen uns bereits dabei und obwohl das schon großartig ist, brauchen wir noch weitere 20 Personen.

Macht Werbung für uns oder schließt euch am besten den anderen „Crowdfundern“ an.

Hier ist der Link dazu:
www.startnext.com/die-kapeiken-das-zweite-album

Jetzt wollt ihr aber sicher endlich wissen, was sich bei der CD-Produktion so tut. Daher nun der direkte Schwenk zu dem was seit unserem letzten Beitrag passiert ist.

Wir sind durch mit der Vorproduktion! 13 Lieder wurden von uns und unserem Produzenten Tobi überarbeitet und dann „auf Klick“ aufgenommen. Mit „Klick“ meinen wir eine Metronomspur, die uns das Tempo vorgibt. Unsere Aufnahmespuren dienen später in der Produktion als Pilotspur. Das bedeutet, das Tempo der Songs ist gesetzt und nun müssen wir die noch etwas roughen, einzelnen Aufnahmespuren von Bass, Cajon, Gitarre, Gesang etc. mit guten Aufnahmespuren austauschen.
Ähh….hä??
Machen wir mal ein Rollenspiel zur Verdeutlichung.

Stellt euch vor, ihr seid Don Porno, der Cajon-Trommler der Kapeiken und sollt die Cajon für den Titel „Feuerball“ eintrommeln. Ihr sitzt alleine in einem Raum, eure Cajon ist perfekt mit mehreren Mikros abgenommen. Über eure Kopfhörer hört ihr neben der standardmäßigen Metronomspur (Klick) nun außerdem die Bestandteile des Songs, die ihr hören wollt. Don Porno wählt gern den Bass, die Gitarre und den Gesang, hauptsächlich für das Zusammenspiel und zur Orientierung. Dann wird auf REC gedrückt und ihr trommelt los. Fertig! Der Bassist macht danach das Gleiche mit seinem Instrument und seiner persönlichen Spurauswahl, dann der Gitarrist und so weiter. Bis jede individuelle Spur von jedem eingespielt ist. Fertig!

Die Liebe & Hiebe, unser Debutalbum, wurde dagegen live aufgenommen. Wir haben alle gleichzeitig gespielt und alles wurde gleichzeitig aufgenommen. Das ist kein schlechtes Mittel und hat auch seinen Charme, aber diesmal wollten wir jedes Lied genau sezieren und analysieren.
Momentan bereitet sich jeder zu Hause auf diese oben beschriebene Produktion vor. Direkt nach Silvester geht es los und bis dahin sitzt jeder der Kapeiken mit Kopfhörern zu Hause und übt für seinen großen Tag im Studio.

Aber man kann es schon erahnen. Es wird groß! Ich behaupte wir züchten ein kleines Monster und wenn wir es am 1. März 2018 frei lassen wird es sich gnadenlos in eure Gehörgänge fressen. Aber habt keine Angst, es tut nicht weh und wird euch gefallen, ganz bestimmt.

Ich hoffe sehr, dass ich als nächstes von dem erfolgreich beendeten Crowdfunding berichten und euch dann eine Aussicht auf das, was danach kommt, bieten kann: Die CD-Produktion, der Booklet-Entwurf, die Geheimnisse des Mixens und Masterns und andere sehr interessante Dinge 😉

Bis dahin.
Gehabt euch Wohl,
Fistus Famos

Warum 10.000€

Ein guter alter Kumpel fragte mich: „Warum sammelt ihr diesmal so viel Geld im Crowdfunding? Viel mehr als letztes Mal. Habt ihr kein Geld verdient über eure Auftritte?“

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Ich hatte ihm an dem Abend eine schnelle Antwort gegeben und konnte ihn wohl überzeugen, denn er hat uns inzwischen unterstützt, also „gecrowdfunded“.
Aber es gibt bestimmt noch mehr unter euch, die ähnliche Gedanken haben, aber uns nicht direkt diesbezüglich ansprechen. Ist ja auch irgendwie unangenehm. Ich nehme es euch also ab und gebe ungefragt die Antwort:

Die Summe einer CD-Produktion enthält nicht nur, wie wir 2015 bei unserem ersten Crowdfunding fälschlicherweise dachten, das Geld für Aufnahmen, Pressung der CD, Coverdesign und Bookletprint! Wir müssen auch das Drumherum des Crowdfundings produzieren, wie Werbung bei facebook, Herstellung der Dankeschöns wie T-Shirts, Lederarmbänder, Broschen, Met etc. und deren nicht unerheblichen Versand.

Bei unserem ersten Crowdfunding zur Liebe & Hiebe ist uns das beinahe auf die Füße gefallen. Wir hatten 4.500 Euro geplant und hatten am Ende tatsächliche Ausgaben von über 8.000 Euro. Zum Glück war das Ganze mit 7.050 € überfinanziert, so dass wir „nur“ eine kleine Summe aus eigener Tasche hinzupacken mussten. Somit wollten wir diesen Fehler kein zweites Mal machen.

Ihr fragt euch nach dieser Rechnung sicherlich, ob dann für das zweite Album 7.000 Euro als Zielmarke nicht gereicht hätten. Warum gleich 10.000 Euro? Unser Debutalbum war doch sogar ein Doppelalbum und die Rock O‘ Koma nicht…?

Die Antwort liegt in der Qualität. Bei der Liebe & Hiebe lagen mit Fronturlaub, Hack, Marlen und Militärische Grundlage bereits vier Lieder fertig aufgenommen vor. Wir mussten nur vier weitere Lieder plus das Intro im Studio für die Liebe (CD 1 des Doppelalbums) aufnehmen. Die Hiebe (CD 2) wurde vollständig im Homerecording aufgenommen.

Das war nicht schlecht, wie viele Besitzer dieses Debutalbums bestätigen können, aber es ist natürlich nicht das Optimum. Wir haben selbst den Anspruch von Jahr zu Jahr und von Album zu Album besser zu werden und wollen, dass unsere Fans und Hörer dies auch spüren und vor allem hören können. Die Liederqualität kann man mit Erfahrung und viel Übung verbessern. Aber oft kommt man da an seine Grenzen und benötigt außenstehende, neutrale und erfahrene Personen, die einem in die richtige Richtung leiten können um somit die einzelne Liedqualität zu verbessern. Eine solche Person haben wir mit Tobias Schneider, Produzent im Tonstudio DocMaKlang, gefunden, der die Vorproduktion des Albums begleitet. Die Arbeit mit und von Tobi, sowie die Nutzung des DocMaKlangs kosten natürlich Geld. Des Weiteren werden wir alle 13 Lieder im selbigen Studio im Januar aufnehmen. Das Homerecording verwenden wir nur noch, um Songideen festzuhalten und um diese mit jedem Bandmitglied teilen zu können.

Hier nun eine grobe Finanzplanung fürs Verständnis:
Studio inkl. Unterbringung 6.500 €
Design, Druck, Pressung & Vertrieb der Rock O‘ Koma 2.000 €
Dankeschöns (Lederarmband, T-Shirts, Kartenspiel, Broschen…) ca. 1.250 €
Versandkosten ca. 250 €

DSCF7547Dazu kommen noch die Gebühren für unsere Crowdfundingseite auf „Startnext“ und Werbekosten für facebook. Diese laufen momentan aus unserer eigenen Tasche, da sich über die tatsächliche Anzahl der Crowdfunder noch die Herstell- und Versandkosten der Dankeschöns ändern könnten.

Warum finanzieren wir die Rock O‘ Koma nicht über unsere Konzerteinnahmen oder zumindest einen Teil davon?

Das hat sicherlich auch was damit zu tun, wie wir wahrgenommen werden. Wir sind keine große Band, die von lukrativen Konzerten zu gut bezahlten Auftritten hin und her taumelt. Das Musikprojekt „Kapeiken“ machen wir als Hobby. Man kann meiner Meinung nach in Deutschland nicht von der Musik allein leben, es sei denn man heißt Herbert Grönemeyer oder Peter Maffay. Das Gönnerpaket, welches ein Konzert von uns beinhaltet, kostet 500 Euro. Wir sind fünf Bandmitglieder und kommen aus Süd- und Norddeutschland. Nun kann jeder selber rechnen. Trotzdem gehen wir nicht immer Plusminus Null raus und verdienen natürlich auch was. Dieses Geld fließt zu 100% in die Band. In erster Linie werden alle Kosten gedeckt und danach machen wir etwas Sinnvolles für die Weiterentwicklung der Band. Wir haben damit die „Keulen & Beulen“ selbst finanziert und uns zuletzt uns vollständig neu einkleiden lassen. Dies war bitter nötig, nicht nur im Hinblick auf unser Fotoshooting zur Rock O‘ Koma, sondern auch weil unsere alte Kleidung durchgerockt war.
Ich hoffe ich konnte einige von euch nun mit diesem tiefen Einblick in unser Bandgefüge verständlich machen, wie die Summe der CD-Produktion zusammengekommen ist und hoffe darauf, dass sich weitere „Crowdfunder“ finden, die uns helfen, unsere CD zu verwirklichen.

Hier noch mal der link:

www.startnext.com/die-kapeiken-das-zweite-album

Gehabt euch wohl,
euer Fistus Famos

Das erste richtige Fotoshooting

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Heiner meinte zu uns, dass ein Fotoshooting richtig anstrengend sei und wir nach 6 Stunden ausgepumpt wären. Heiner ist unser Fotograf, der uns auch schon häufiger bei Liveauftritten fotografiert hat und Heiner behielt Recht!

Es war mega-anstrengend. Beim Schminken stillsitzen, danach eine Pose, eine Grimmasse oder ein Lächeln einnehmen, dazu auch noch kreative Ideen haben und die wiederum umzusetzen geht an die körperliche und geistige Substanz. Los, sei jetzt cool! Sei jetzt lustig! Du musst authentischer wirken! Kannst Du mal anders gucken?

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Vor allem Don Porno ging das auf den Senkel. Er war irgendwann echt genervt. Dies wiederum hätte sich auch auf die Gesamtstimmung auswirken können, aber zum Glück hatten wir ja den immer gut gelaunten Finni dabei. Der zog das Shooting cool durch und wir ließen uns von ihm anstecken. So haben wir echt ne Menge geschafft.

Wir hatten uns natürlich ein paar Ziele gesetzt. Das Wichtigste war das Gruppenbild im Stile von Manowar für unser Rock O‘ Koma-Cover, das -passend zu den letzten CDs- wieder überarbeitet und in eine echte Zeichnung umgesetzt werden wird. Glücklicherweise mussten wir dafür nicht auf einen Hügel oder Vulkan klettern, unsere mitgebrachten Kisten simulierten die höhenversetzen Positionen ganz gut.

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Dann wollten wir noch die klassischen Bandfotos mit und ohne Instrumente, Portraits und liedbezogene Themenfotos für unser Booklet. Das alles hatten wir nach vier Stunden im Kasten.

Eine weitere, wenn auch nicht so wichtige, Foto-Idee war es, gestellte Aufnahmefotos im Tonstudio zu machen, denn unser Fotoatelier war im gleichen Gebäude wie das DocMaKlang, in dem wir gerade aufnehmen. Es lag also nahe und wäre ein Einfaches gewesen es umzusetzen, aber die Fotos ließen sich nicht mehr realisieren, denn die nötige Kraft fehlte einfach. Zeit hätten wir wohl noch gehabt.

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Im nächsten Blogeintrag kann ich bereits von unserem zweiten Termin zur Vorproduktion berichten. Der ist nämlich schon nächste Woche und wir machen uns dann an „Hypolykantroph“, „Hymne auf Stahl“, „Weltherrschaft“, „Mein Schwert“ und „Tausend Monster“ ran. Ich werde dann wieder einen tonalen Einblick in diese Vorproduktion bieten.

Hier nochmal ein Ausschnitt aus unserer letztenSession.

Kapeiken Vorproduktion Rock O‘ Koma Part 1

Zum Schluss kann ich nur erneut auf unser Crowdfunding verweisen. Es ist sehr, sehr wichtig, dass es ein Erfolg wird, ansonsten wird es keine „Rock O‘ Koma“ geben. Wenn ihr also noch nicht zugeschlagen habt um euch eins der tollen Pakete zu sichern dann ist hier der Link:

www.startnext.com/die-kapeiken-das-zweite-album

Macht auch Werbung über die üblichen Kanäle und ladet Freunde ein, uns

zu unterstützen. Wir können jede Hilfe gebrauchen.

Gehabt euch Wohl,

euer Fistus Famos

Es geht los!

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Tobi und Marco DocMaKlang Vorproduktion August 2017

Seit heute ist unsere Crowdfunding-Seite über Startnext erreichbar.

Zwar kann man noch nicht in die Finanzierung einsteigen, aber ihr könnt euch schon das Werbevideo anschauen, die Bilder begutachten, Rechtschreibfehler finden und uns Feedbacks schreiben, damit wir die Seite bestmöglich aufpäppeln können. Tragt euch bitte unbedingt als Fan ein, denn eine große Anzahl an Fans ermöglicht uns den Übergang in die Finanzierungsphase und dies ist natürlich die entscheidende Phase! Auch diesmal könnt ihr Dankeschöns erwerben, die es wirklich in sich haben und die es ausschließlich im Crowdfunding gibt. Also schaut mal vorbei:

www.startnext.com/die -kapeiken-das-zweite-album

Ihr könnt auf der Crowdfunding-Seite auch in einen Beispieltrack reinhören. Dadurch bekommt ihr schon mal einen Eindruck von unserem ersten Vorproduktionstermin im Osnabrücker Tonstudio DocMaKlang im August. Es ist natürlich noch NICHT die Endfassung. Es ist nur ein Mitschnitt für uns, damit wir unsere Ideen und Änderungen nicht vergessen und nun für die Endaufnahme proben können.

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Juli im DocMaKlang August 2017

Wir produzieren die Rock O‘ Koma mit Tobias Schneider, der sich bereits einen Namen mit „Mr. Hurley und die Pulveraffen“ gemacht hat. Vor Allem  das Album „Voodoo“ von den Pulveraffen hat es uns angetan. Aber auch Bands wie die Pressgёng oder Habenichtse waren bereits hier und haben mit Tobi zusammengearbeitet.

Tobi ist ein ruhiger, besonnener Mensch. Im ersten Moment wirkt er sogar ein wenig schüchtern. Er ist aber in seinen Vorstellungen sehr gradlinig und schnörkellos: Spielt es mal schneller! Da muss ein anderer Akkord rein! Sing mal diesen Ton! Setz den Baseschlag auf die Drei! und viele andere Ideen konnten wir an vier Liedern innerhalb von drei Tagen umsetzen. Da wir diese Lieder schon im Programm haben und für uns einiges eingespielt ist, war eine Umstellung im Arrangement eine richtige Herausforderung! Wir haben es grob hinbekommen, aber es war derartig anstrengend, dass wir abends nur noch ins Hotelbett gefallen sind.

Aber es hat sich gelohnt! Vieles ergab Sinn und war irgendwie logisch. Somit konnte Tobi schnell jeden von uns auf seine Seite ziehen, so dass wir eigentlich nichts, was er uns vorgab, in Frage stellten. Ein neutraler Berater, der richtig Ahnung hat und die nötige Akzeptanz in der Band erfährt, ist Gold wert.

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Florian im DocMaKlang August 2017

In den drei Studiotagen konnten wir vier Lieder abarbeiten (Feuerball, Endgegner, Kapeikenaise und Schildmaid) und haben sogar noch einen fünften (Hypolykantroph) begonnen, so dass wir hoffen können beim nächsten Vorproduktionstermin im Oktober weitere fünf Lieder fertig zu kriegen. Nach einem dritten Termin im November sind hoffentlich alle 13 Lieder vorproduziert, die wir dann im Januar 2018 innerhalb von einer Woche nochmal „in geil“ aufnehmen. Im März soll die Scheibe in den Handel gehen, aber unsere Crowdfunder bekommen natürlich zuallererst ein Exemplar und ggf. die dazugehörigen Dankeschöns. Also schlagt zu!

In meinem Septemberbeitrag werde ich euch von dem kein Stück weniger anstrengenden Fotoshooting berichten.

Denkt an die Crowdfunding-Seite und bewerbt diese unter euren Freunden und Bekannten. Eine Schwarmfinanzierung funktioniert nur mit einem großen Schwarm!

Gehabt euch Wohl,

Euer Fistus Famos

Rock O‘ Koma – Neue Scheibe Teil 4

So! Es ist raus. „Rock O‘ Koma“ wird das neue Album heißen und auch die angepeilten 12 Lieder stehen nun fest (siehe hierzu auch den letzten Eintrag).

Tatsächlich hat es „Heuboden“ nicht geschafft. Dafür sind die fehlenden vier Lieder „Verbotenes Feuer“, „Weltherrschaft“, „Tausend Monster“ und „Nimmersatter Beutel“. Falls wir die Zeit und das Budget haben, würden wir noch „Orklager“ als Lied Nummer 13 aufnehmen.

Das Design zur CD haben wir wieder vertrauensvoll Hygin Graphix in die Hände gelegt. Ben hat seid Beginn der Kapeiken von Schriftzug über Banner bis hin zum Kartenspiel alles an Illustrationen und Design für uns gemacht. Wir sagen ihm was wir uns so grob vorstellen und seine ersten Entwürfe haben uns bisher auf Anhieb begeistert. Für die „Rock O‘ Koma“ wollen wir son 80er Jahre Metalcover… hier ist sein Erstentwurf für den Schriftzug:

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Er ist so ne Mischung aus Iron Maiden, Manowar und Metallica…. Unsere Anforderungen wurden mal wieder perfekt umgesetzt!

Die Crowdfunding-Seite ist bereits im Entwurf und sie wird bei startnext.com online gehen. Wie beim letzten Mal wird es wieder die üblichen Pakete geben, diesmal natürlich mit anderem Inhalt. Somit gibt es wieder die bekannten Pakete wie zum Beispiel die Liebhaber-, Gönner und Fanatiker-Pakete und ein paar weitere neue Varianten.

Für diejenigen, die noch nie bei einem Crowdfunding oder Start Up-Projekt mitgemacht haben ist hier nun eine kurze Beschreibung in eigenen Worten:
Der „Crowdfunder“, also hoffentlich Du, kauft im Grunde die CD im Voraus, die wir mit diesem Vorschuss produzieren können (Studioaufnahmen, Coverdesign, Bookletdruck etc.). Wir haben eine Minimum-Summe errechnet um die Rock O‘ Koma zu verwirklichen. Nur wenn dieser Mindestbetrag erreicht wurde, gilt das Crowdfunding als erfolgreich und wir bekommen das Geld ausgeschüttet. Wenn das Minimum nicht erreicht wird, das Crowdfunding also kein Erfolg war, bekommt jeder einzelne Funder sein Geld zurück. Eigentlich ganz simpel. Das einzige Risiko besteht darin, dass wir uns in Abzocker verwandeln und die CD trotz erreichtem Ziel und Deinem Geld nicht verwirklichen …aber wir haben bereits mit dem Debut-Doppelalbum bewiesen, dass man sich auf uns verlassen kann.

Natürlich bieten wir mehr als nur das neue Album an. Wie oben bereits erwähnt, wird es Pakete geben, bei denen man mehr bezahlen muss, aber auch mehr bekommt. Letztes Mal, bei unserem Debutalbum „Liebe und Hiebe“, waren das zum Beispiel ein besticktes Lederarmband, T-Shirts, Kaffeebecher und anderes. Diese Pakete sind einzigartig und limitiert. Einige waren nach dem Crowdfunding ausverkauft und somit später nie wieder erhältlich.

Auch diesmal haben wir uns einiges überlegt, was man so an besonderen und einzigartigen Gegenständen zu den Paketen beilegen kann. Uns war natürlich die Larptauglichkeit sehr wichtig. So wird es unser Pik aus Zinn geben, welches man sich dann ans Barett oder an die Klamotte nähen kann. Außerdem ein eigens für die Rock O‘ Koma entworfenes T-Shirt, welches in einer begrenzten Stückzahl fürs Crowdfunding produziert wird.

Unser Kapeiken-Grundkartenspiel wird es auch wieder geben, mit dem man eine Art Schnick-Schnack-Schnuck spielen kann. Aber auch Karten-Erweiterungssets, die das Grundspiel in ein richtiges Fantasy-Karten-Legespiel wie beispielsweise Magic verwandeln. Die Regeln dazu haben wir selbst entwickelt und es macht echt richtig Spaß!

Ab August soll die Crowdfunding-Seite unter dem folgendem link online gehen:

https://www.startnext.com/die-kapeiken-das-zweite-album

Ab dann könnt ihr erstmal Fan der Seite werden. Dann verpasst man auf keinen Fall den Startschuss, der im September erfolgen soll. Ab September wird es dann auch ein kleines Werbevideo geben und bestimmt schon die ersten Hörbeispiele aus unserer Vorproduktion.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Gehabt euch Wohl,

euer Fistus Famos

Inhalt der neuen Scheibe

„Flimm, Flamm, Funkel, bring Licht ins Dunkel“

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Text von „Hymne auf Stahl“

Wir basteln nun seit längerer Zeit an der neuen Scheibe. Das erste Lied mit dem Titel „Feuerball“ spielten wir bereits auf unserem Konzert im tanzenden Einhorn im Dezember 2015. Ähnlich wie unser sehr erfolgreiches Lied „Hack“, ist „Feuerball“ eine harte Rocknummer, aber mit einem Text der aus Zaubersprüchen des bekannten Pen & Paper-Rollenspiels „Das schwarze Auge“ besteht. Wie 90% aller Kapeikenlieder, ist es aus der Sicht des Protagonisten geschrieben und dies ist in diesem Fall ein etwas verrückter Magier, wie man ihn gern mal im LARP antreffen könnte. Mein persönliches Highlight in diesem Lied ist die Stelle an der wir Petrosilius Zwackelmann aus dem Räuber Hotzenplotz mit der Zeile: „hex und rude, auf nach Buxtehude“ zitieren.

Hier ein Mitschnitt von „Feuerball“ vom 22. April in Mönchengladbach live im Kultube.

Im letzten Jahr sind noch weitere sechs Lieder hinzugekommen und viele davon spielen wir bereits auf unseren Konzerten. Ich werde an dieser Stelle nun nicht jeden im Einzelnen vorstellen, aber die Titel verraten schon worum es annäherungsweise geht. Die Lieder unterscheiden sich, wie bei den Kapeiken üblich, stark in ihrer musikalischen Stilrichtung. „Mein Schwert“ zum Beispiel ist ein Rock ’n‘ Roll, die „Kapeikenaise“ ist eine Polka, „Schildmaid“ ist eine funkige Soulnummer und „Hymne auf Stahl“ eine Hymne, wie sie sonst nur Manowar schreiben könnte. Auch wenn es nur eine kurze Stelle ist, haben wir in der Rocknummer „Endgegner“ sogar einen Hip Hop-Part eingebaut, also einen Sprechgesang vorgetragen von Miss Geschick.

Hier ein Mitschnitt von „Schildmaid“ vom 22. April in Mönchengladbach live im Kultube.

Eine Neuheit gegenüber des Debutalbums wird sein, dass Miss Geschick und Finnen jeweils ihr eigenes Lied bekommen. Das bedeutet, dass ich den Hauptgesang an die beiden abgebe. Für Finnen ist es die „Kapeikenaise“ und für Miss Geschick ist das ihr gleichnamiges Lied „Miss Geschick“. Live funktioniert das bereits super und gibt uns eine weitere Facette im Programm.

Ihr merkt also, dass die neue Scheibe sehr abwechslungsreich sein wird.

Dieses Jahr war ich auch schon fleißig und habe schon vier Lieder geschrieben, wovon wir „Hypolykantroph“ bereits ins Programm aufgenommen haben. Die anderen drei werden nun geprobt. Da macht uns natürlich die räumliche Entfernung der einzelnen Kapeiken wie immer zu schaffen. Ein Teil befindet sich mit Don Porno, Miss Geschick und mir im Norden der Nation, der Rest mit Knick Knack und Finnen im Süden. Daher muss halt jeder allein zu Hause üben, dies elektronisch aufnehmen und über Dropbox verteilen. Manchmal finden wir auch die Zeit, noch vor Konzerten zu proben, so wie nächste Woche auf dem Jenseits der Siegel. Ab und zu verbringen wir aber auch ein Bandwochenende zusammen, an dem wir uns irgendwo treffen und neue Lieder proben. Zuletzt war das im Februar der Fall, es wird also wieder Zeit.

Somit sind es jetzt schon 11 Lieder und das Jahr ist noch nicht rum. 12 sind als Minimum geplant, das ist wohl zu schaffen, vielleicht sogar mehr. 12 Lieder, die über zweieinhalb Jahre geschrieben und arrangiert wurden. Das wird man hören können und müssen, denn wir wollen schließlich noch eine Schippe gegenüber unserem Debutalbum drauf legen!

Nicht jedes Lied wird witzig sein. Das haben wir bereits bei unserem Debut-Album so gehandhabt. Lieder der Kapeiken dürfen auch cool sein und als Bardentruppe mit dem Anspruch für die Larpszene Musik zu machen müssen wir uns auch den ernsten und dramatischen Themen widmen. Solch ein Lied ist sicherlich „Heuboden“…obwohl mir gerade auffällt, dass der Titel nicht wirklich ernst klingt und deswegen erstmal nur als Arbeitstitel dient.

Das Crowdfunding rückt immer näher. Die Seite dazu wird im August veröffentlicht und die Finanzierungsphase startet im September. Weil im Juli spätestens der Entwurf der Seite fertig sein muss, werde ich euch im Juni-Blogeintrag schon etwas zum Design und zum Titel verraten können.

Hier an dieser Stelle möchte ich nochmal auf unseren kommenden Auftritt beim MPS (Mittelalterlich Phantasie Spectaculum) in Hohenweststedt hinweisen. Hier werden wir von den Veranstaltern gewogen und gemessen um zu entscheiden, ob man uns auch zukünftig weiter buchen will. Wir können somit Unterstützung gut gebrauchen. Es ist nicht so weit von Hamburg oder Kiel entfernt, kommt vorbei!

Bis dahin gehabt euch Wohl,

euer Fistus Famos

Aufbruchsstimmung – Neue Scheibe Teil 2

Strumpfi
Fräulein Strumpf

Wollt ihr lieber zuerst die gute oder die schlechte Nachricht lesen?

Ihr habt keine Wahl und damit wir es gleich hinter uns haben: Leider hat Fräulein Strumpf die Kapeiken verlassen und aus unserem Doppeldamenbackgroundgesang ist nun eine One-Girl-Show geworden.

Dies hängt mit einigen Faktoren zusammen, die wir hier nun nicht im Kleinen aufdröseln wollen. Wenn ihr die Strumpf gut kennt, könnt ihr sie selber fragen. Es hängt aber sicherlich mit einer Art Aufbruchsstimmung innerhalb der Band zusammen. Wir alle spüren gerade, dass alles mehr, größer und zeitintensiver  wird. Mehr Feedback, mehr Anfragen, mehr Konzerte, mehr Qualität. Auf die meisten der Kapeiken wirkt das beflügelnd, bei Fräulein Strumpf kollidiert dieses „Mehr“ aber zu sehr mit ihrem Privat- und Berufsleben. Auf Sie zu warten, war aufgrund dieser Aufbruchsstimmung innerhalb der Kapeiken leider keine Option. Wir trennen uns nicht im Streit und bleiben hoffentlich für immer gute Freunde.

Wir wünschen Fräulein Strumpf alias Tinker Tappe auf ihrem weiteren musikalischen Weg nur das Beste und sind uns sicher, dass sie als Tanzbardin Sam in der L.A.R.P. Szene noch viel von sich hören lassen wird. Wer jetzt schon wissen will was bei ihr so los ist, kann sie hier verfolgen:

www.facebook.com/tanzbardin.sam

Nun fragen sich sicherlich viele ob wir die Strumpf ersetzen werden. Erstmal wird unser Vieltalent Finnen einiges von den gesanglichen Aufgaben übernehmen. Wir wollen das Thema entspannt angehen und einfach mal schauen wie es sich entwickelt. Entweder es findet sich tatsächlich jemand passendes oder wir gehen eben zu fünft ins Studio um die neue Scheibe aufzunehmen.

Und ZACK sind wir beim eigentlichen Thema, für das dieser Blog gedacht ist.

Die neue Scheibe!
Wir hatten uns bereits im Dezember 2016 geeinigt, das Studio „DocMaKlang“ in Osnabrück anzufragen. Es ist in der L.A.R.P. Szene durch Versengold, Mr. Hurley und die Pulveraffen, aktuell Pressgeng und Habenichtse ein sehr begehrtes Studio und das auch nicht grundlos. Vor allem das Voodoo-Album der Pulveraffen hat es uns vom Klang her angetan. Es klingt eben nicht wie ein Folkalbum, man bekommt beim Hören eher den Eindruck, eine Rockband hätte ein unplugged-Album produziert und man kann sich die Lieder sehr gut verzerrt mit E-Gitarre und Schlagzeug vorstellen. Es drückt, es knallt, es ist rund, es ist einfach geil. Wer unsere Liebe & Hiebe kennt, kann sicherlich bestätigen, dass es das ist, was wir wollen und auch brauchen.

Ich traf mich im Februar mit dem Tonstudiobetreiber Matze Lohmöller und es passte einfach alles. Wir waren schnell auf einer Wellenlänge und haben uns über Tontechnik, Guns N Roses, das Livealbum von Versengold und Konditionen zur Vorproduktion, Produktion, Mix und Mastern ausgetauscht. Hier mal ein Eindruck von diesem sehr Sympathischen Herren:

Beitrag der Neuen Osnabrücker Zeitung

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Die Kapeiken (hier noch mit Fräulein Strumpf) vor dem DocMaKlan

Im März trafen sich die kompletten Kapeiken mit Tobias Schneider, der unser Tonmann für die Vorproduktion und Aufnahmen sein soll. Außerdem soll er über die Vorproduktion auch am Arrangement mitwirken. Auch dieses Treffen war sehr angenehm und wir sind geschlossen der Meinung, dass der ruhige und etwas zurückhaltende Tobi ein sympathischer Typ ist, der unser gemeinsames Produkt mit Sicherheit bereichern wird.

Ein solches Studio kostet Geld und da wir dort auch noch vorproduzieren wollen, wird es nicht billig. Aber es ist für uns der konsequente nächste Schritt. Wir haben den Anspruch, immer besser zu werden und das soll man auch von Album zu Album hören können.

Ohne Plattenfirma, Management, Label etc. ist dies eine krasse Herausforderung. Aber wir wollen weiterhin unseren unabhängigen „wir treten den Plattenbonzen in den Allerwertesten“- Weg gehen. Aber wissen auch, dass wir den nur mit Unterstützern gehen können. Daher bauen wir wieder auf ein Crowdfunding mit noch mehr Unterstützern als beim letzten Mal, denn die Crowdfundingsumme wird nach ersten Kalkulationen so bei 10.000€ landen.

Also verfolgt diesem Blog, liked uns bei facebook, macht Werbung für uns in allen Bereichen, so dass unser Projekt, wenn das Crowdfunding im September an den Start geht, sofort durch die Decke schießt. Wir brauchen euch – wir brauchen unseren Rokochor!

Gehabt Euch Wohl,

Euer Fistus Famos
Von den Kapeiken

Die neue Scheibe Teil 1

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Wiederbelebung des Blogs

Eigentlich sollte dieser Blog dazu dienen, unsere Erlebnisse, besondere Geschehnisse und Entwicklungen innerhalb der Band zu dokumentieren. Nicht dass nichts passiert ist, es ist sogar eine ganze Menge geschehen, aber wir waren einfach zu faul, es aufzuschreiben. Deshalb ist hier die letzte Zeit nichts passiert.

Aber das wird sich ab sofort ändern und deshalb bekommt dieser Blog wieder seine Ursprungsfunktion zurück: Die Dokumentation einer CD-Produktion. Dies war 2014/2015 mit der Entstehung unseres Debutdoppelalbums „Liebe & Hiebe“ recht erfolgreich und soll nun wiederholt werden mit der schriftlich festgehaltenen Entstehung des Nachfolgealbums.

Viel steht jetzt schon fest, aber dazu im nächsten Eintrag mehr. Wir versuchen es jeden Monat hinzubekommen und das über ein Jahr hinweg, denn genauso lange wird die Produktion voraussichtlich dauern.

Zu solch einem Projekt gehört natürlich in erster Linie die Musik, aber die machen wir ohnehin ständig. Aufregend sind für uns nun also jene Dinge, die nicht alltäglich in der Kapeikenwelt sind: das „Band-Design“, also die Gestaltung, zu der mehr gehören soll, als nur das Cover der CD. Alles soll aus einem Guss sein, die Fotos, unsere Garderobe, das Design bei facebook und endlich auch die Internetseite. Alles soll im neuen Glanz erstrahlen!

Die Garderobe

Deshalb fängt die Entstehungsgeschichte des zweiten Kapeikenalbums bei den Entwürfen zu unserer neuen Kleidung an. Hier sei vorweg gesagt, dass wir ja nun nicht die Superstars sind, bei denen Geld keine Rolle spielt. Wir planen gut und günstig und versuchen vieles an unserer Kleidung beizubehalten, wie bei den Männern die Socken, die Bundfalthosen, die Schuhe und bei uns allen die weißen Perücken.

Somit brauchte jeder von uns ein neues Oberteil. Folgende Eingangsfaktoren spielten für jeden Entwurf eine Rolle: Es sollte individuell sein und jeden Charakter der Band hervorheben. Es sollte robust sein, da es für uns nicht nur ein reines Bühnenoutfit ist, sondern auch mehrere Tage auf einer L.A.R.P. Con durchhalten muss. Wir wollten weiterhin das Rokoko-typische Vornehme behalten und ein bisschen Rockerstyle dazu nehmen. Diese Art von Kombination ist historisch natürlich nicht auffindbar, aber in der Fantasy-Rollenspielszene selbstverständlich erlaubt und somit perfekt für die L.A.R.P. Szene, denn unsere Musik ist genau dafür konzipiert.

Wiederentdeckt: Reikmetall

Da ich selbst über das Fantasy zum L.A.R.P. gekommen bin und im Speziellen über die Warhammer Welt, entdeckte ich vor ein paar Jahren die Künste des Georg Minkler. Ich verlor ihn über die Zeit aus den Augen, bis ich seinen stark Warhammer-geprägten Kleidungstil letztes Jahr auf dem Epic Empires wieder entdeckte. Ich wusste nicht, ob es tatsächlich Georgs Arbeit war und recherchierte im Internet, bis ich tatsächlich die Verbindung fand. Inzwischen hatte er sich selbstständig mit Reikmetall gemacht und es spricht für ihn, dass er so einzigartig und unverwechselbar ist, dass ich seine Arbeit Jahre später wiedererkannte.

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Glücklicherweise hat er seine Werkstatt in Hamburg, so dass wir uns schnell trafen, austauschten und er folgende Lösung für unsere oben genannten Eingangsparametern vorschlug:

Fester Baumwollstoff für das Robuste, Brokatstoff und eleganter Schnitt für das Vornehme, Leder für das Rockige. Das Ganze in individuellen Entwürfen und um die Zusammengehörigkeit zu unterstreichen etwas, was man bei jedem Oberteil wiederfindet: Das Karomuster.

Wir versuchen uns üblicherweise mit Menschen, die wir mögen und deren Arbeit wir schätzen, dauerhaft zu verbinden. Eine solche „Ehe“ funktioniert bereits mit anderen, wie zum Beispiel Hygin-Grafix, ganz gut und soll auch mit Reikmetall eingegangen werden. Somit soll Reikmetall zukünftig den Platz als unser Ausstatter einnehmen. Das wird bestimmt eine tolle Liaison und wir benötigen diese dringend, denn wir sehen momentan aus wie aus der Kleidersammlung entsprungen. Unsere momentane Klamotte ist inzwischen mehr als nur abgerockt.

Wenn ihr diesem begnadeten Schneider euer like bei facebook geben wollt, dann hier:

www.facebook.com/reikmetall

Das nächste Crowdfunding

Miss Geschick und Don Porno haben auch schon ihre Maße hinterlassen und Georg hat losgelegt. Das werten wir nun als Startschuss zur Erschaffung unseres neuen Langspielers. Doch wo geht es hin? Es wird mit Sicherheit wieder über ein Crowdfunding finanziert werden und wir sammeln bereits fleißig E-Mail Adressen, um pünktlich zum Start des Crowdfundings im September viele Unterstützer auf unserer Seite zu haben. Wer gern dazugehören möchte beobachtet am Besten dieses Tagebuch. Wir werden jeden Monat von unseren Fortschritten berichten und vorallem den Start des crowdfunding hier bekannt geben. Ansonsten hilft uns auch euer like bei facebook.

Das nächste Mal könnt ihr uns im Norden in der Taverna Cerritus live erleben. Es ist nicht günstig, aber dafür bekommt ihr ’ne Menge geboten. Es wird wieder eine Versteigerung geben, nur dort bekommt ihr nochmal die Chance eine von der limitierten Zusatz-CD „Keulen & Beulen“ zu erwerben und wir werden viele neue, noch nie dagewesene Lieder spielen. Also gebt euch einen Ruck und seid dabei.

Hier der link zur Veranstalterseite: Taverna Cerritus

Hier der link zum Kartenvorverkauf: Kartenvorverkauf
Euer

Fistus Famos

von den Kapeiken

 

Wir erschaffen auf unserer Bühne eine in-time Blase!

In meinem Oktober-Eintrag hatte ich versprochen das Interview mit uns und der LARPzeit hier abzudrucken.

Wer es gern so haben möchte wie es abgedruckt war, hier der link zur pdf: http://www.kapeiken.com/LZ49_Kapeiken.pdf

Quelle: LARPzeit #49, September 2015, www.larpzeit.de

Hier nun das Interview:

Ein frischer und ungewöhnlicher Klang kombiniert mit weißen, hohen Rokokoperücken, Strumpfhosen und Schönheitsfleck – Die Kapeiken fallen sowohl akustisch als auch optisch aus dem Rahmen der üblichen Larp-Bardentruppen. Man trifft sie nicht nur auf kleinen und großen Cons, sie haben auch Anfang Mai ihre erste CD herausgebracht. Für die LARPzeit plaudern Florian Schepelmann, auch bekannt als Fistus Famos, und Marcel Celli Hoyer, bekannt als KnickKnack, aus dem Geigenkasten. Das Interview führte Kathrin Oeltjen.

LARPzeit: Ich habe mich schlau gemacht:Kapeiken ist ein Begriff aus dem Ruhrpott und heißt Asoziale. Das ist aber nicht Euer Niveau, oder?

Fistus Famos: Der Name konterkariert schön unsere schicke Rokokokleidung … Gegensätze gehören zu unserem Konzept und das merkt der Hörer vor allem an unserer Musik. Dort paaren wir alle vorstellbaren Musikrichtungen, beispielsweise Polka, Tango, Folk, Funk, Soul oder Punk, elektrisch oder unplugged schamlos miteinander. Aber das Grundgerüst ist und bleibt der Rock. Die typischen Skandalrocker der Musikhistorie haben sich mit ihrem zerstörerischen Hotelverhalten immer gerne asozial verhalten. Unsere Alter Egos sind eben solche Skandalrocker und dazu passt der Name echt gut. Im wahren Leben sind wir aber sehr anständig und haben keine Musik studiert, wie wir es gern in Rolle behaupten.

LZ: Seit wann seid Ihr schon gemeinsam musikalisch aktiv?

KnickKnack: Die Kapeiken haben sich in ihrer Grundform mit Lass Lego an der Cajón, Fistus beim Gesang und an der Gitarre und mir am Bass 2012 auf dem Conquest of Mythodea gegründet. Inzwischen sind aber weitere Mitglieder hinzugekommen – zum Beispiel Don Porno, Finnen, Fräulein Strumpf, Miss Geschick und Miss Verständnis – und somit verwischt dieser Zeitpunkt des gemeinsamen Aktivseins ein wenig.

LZ: Eure Musik auf der neuen CD Liebe & Hiebe klingt arg nach Punk, gemischt mit sehr klassischen Elementen, gerade was die Stimmen angeht. Wo seht Ihr Eure Wurzeln?

Fistus: Bei uns beiden, die man als treibende Kraft bei den Kapeiken verstehen darf, liegen die Wurzeln ganz klar im Funk und Rock, beides Musikrichtungen, die sehr rhythmisch orientiert sind. Wir mögen es, wenn es groovt und man sich zur Musik bewegen will. Die klassischen Elemente sind ganz klar aus der Situation geboren. Wir haben auf Larps wegen der mangelnden Elektrizität und der fehlenden in-time Tauglichkeit keine Möglichkeit gehabt, unsere Instrumente zu verstärken. Um trotzdem unplugged richtig voll zu klingen, wird der Kontrabass von KnickKnack gestrichen statt gezupft und die Gesänge sind hauptsächlich mehrstimmig arrangiert. Auf unserem Doppelalbum Liebe & Hiebe gibt es aber auch die elektrische Variante zu hören.

LZ: Woher kommt Eure Nähe zum Larp? Ihr singt zum Beispiel über Mitraspera, einen Kontinent der Live Adventure Kampagne, und seid jüngst auf dem Jenseits der Siegel aufgetreten.

Fistus: Wir sind Larper und die Larpszene ist toll! Wir wollen dafür Texte und Lieder schreiben, und wenn wir auf einer outtime Bühne spielen, erschaffen wir auf unserer Bühne eben eine in-time Blase! Eigentlich wieder etwas, das sehr gut zum Rock passt. Wer glaubt denn schon, dass die Rocker von Kiss im realen Leben so sind wie auf der Bühne? Manowar würde sich sehr gut auf einem Barbaren-Con machen, aber privat laufen die bestimmt nicht in Fell gehüllt durch die Gegend.

LZ: Ihr verzichtet dennoch auf typische Elemente wie Dudelsack und Co., beziehungsweise habe ich beim Vorbeigehen auf dem Jenseits der Siegel gehört, dass Ihr den Dudelsack angesagt und mit Euren Stimmen simuliert habt. Wie kommt Ihr auf so etwas?

KnickKnack: Die Verwendung von Dudelsack, Tin Whistle oder Harfe würde uns wieder in eine Schublade drücken, die wir nicht ausschließlich bedienen wollen. Wir versuchen festzuhalten, was einem im Larp passiert und jeder schon erlebt hat oder zu erleben wünscht. Dazu gehört auch der immer und überall zu hörende Dudelsack. Mal ehrlich, eine Zeitlang gab es an jedem Abend auf einem Großcon nur Dudelsackbands in den Tavernen zu hören. Viele Larper haben sicherlich ihren Freunden beim Rekapitulieren eines Einschlafversuchs erzählt: Wenn da nicht dieses dauernde Määh Mäh Mäh gewesen wäre! Wenn wir es mit dem Mund nachstellen, soll es diese Nervigkeit auf humorvolle Art vermitteln und unsere Dudelsackdarsteller waren bisher sehr authentisch.

LZ: Wie kam es zu Euren doch sehr auffälligen Gewandungen und eckt Ihr damit nicht an?

KnickKnack: Manche, wie auch die SL des Epic Empire, behaupten, dass wir mit unserem Rokoko-Outfit nicht ins Fantasy- Larp gehören. Wir sehen das ganz anders, denn Fantasy hat neben Drows, Orks, Elfen, Katzenwesen und so weiter ihre Welten neben den bekannten Fantasybüchern durch Pen and Paper-Rollenspiele wie Earthdawn, Dungeons and Dragons oder Das Schwarze Auge erhalten. Da gab es sehr wohl Ländereien, die barock angehaucht waren und in denen Piraten lebten. Auf dem Drachenfest 1999 gab es einen Warhammer-Panzer der Maschinistengilde. Gerade die Großcons haben in ihrem Hintergrund absichtlich verankert, dass sie die Völker unterschiedlichster Welten anziehen. Wir sind eben auch da und müssen neben den zahlreichen Römern, Rittern und Marinesoldaten auffällig sein. Wir hatten sogar den Anspruch, einzigartig zu sein, und es musste eine Verbindung zur Musik zu erkennen sein.

Fistus: Marcel gab den Anstoß für die mit Abstand eleganteste Modeepoche in Hinblick auf den männlichen Kleiderschnitt, das Rokoko. Die Mischung von Mozartperücken und Kontrabass erfüllte unsere Anforderungen, vor allem auf den Großcons. Bei kleineren Cons muss man schauen, ob der Hintergrund der Story uns zulässt. Aber bisher hatten wir damit noch keine Probleme – oder wir wurden einfach nicht gebucht.

LZ: Apropos: Wie kann man Euch buchen und wohin seid Ihr bereit zu fahren? Was ist für Euch als Veranstaltung interessant?

KnickKnack: Man kann uns über Fräulein Strumpf buchen. Am besten via E-Mail an strumpf@kapeiken.com. Wir sind im deutschsprachigen Raum unterwegs und spielen nächstes Jahr auch in Österreich und in der Schweiz. Entfernungen spielen noch keine Rolle für uns. Wir nehmen von großen Musikfestivals bis zu Tavernen-Tagescons alles mit, versuchen aber den Veranstaltern kleinerer Cons finanziell entgegenzukommen. Wir können Technik mitbringen und haben sehr gute Kontakte, um eine große Bühne mit Licht und Technik auf die Beine zu stellen. Also, alles ist irgendwie machbar.

LZ: Was den Humor angeht: Eure Liedtexte versetzen den Hörer nicht unbedingt in eine mittelalterliche Stimmung und sind auch nicht zwingend besinnlich. Reißt das die Spieler nicht aus dem Spiel?

Fistus: Wir und unsere Texte sind nicht out-time, vermeiden daher moderne Ausdrücke. Wir bedienen uns aber nicht der mittelalterlichen Sprache. Wir sind davon überzeugt, dass Fantasy mehr Möglichkeiten bietet, als nur Mittelalter zu sein. Daher lassen sich gute Rollenspieler von uns auch nicht aus dem Spiel reißen. Uns ist aber bewusst, dass wir nur bedingt einsetzbar sind, denn viele Spieler haben eine ganz genaue Vorstellung davon, welche Musik in ihrem Spiel als Hintergrundmusik laufen darf, und dazu passen wir oftmals nicht. Wir denken, dass im Bereich der Fantasy Kreativität nicht nur erlaubt, sondern sogar ein Muss ist! Die Charaktere, von denen wir in unseren Liedern erzählen, haben halt mehr Ecken und Kanten, als die aus einem typischen High-Fantasy-Roman. Das wirkt für viele seltsam, aber genau solche Charaktere machen das Live-Rollenspiel besonders facettenreich. Letztlich entscheidet das Publikum, was für es akzeptabel ist.

LZ: Ich habe in Euer neues Doppelalbum reinhören und mich ein wenig treiben lassen dürfen. Wie kam es zu dem zweigeteilten Konzept?

KnickKnack: Das Motto der Gegensätze hat es uns erlaubt, wieder unsere E-Gitarre, den E-Bass und das Schlagzeug auszupacken. Wir wollten sie aber nicht mit der typischen Kapeiken-Instrumentierung von Kontrabass, Westerngitarre und Cajón mixen. Daher die Idee von einem Doppelalbum. Liebe & Hiebe bietet alles, wozu wir musikalisch imstande sind, und mehr, als wir im Larp zeigen können. Man findet etwa zwischen den vielen Stilrichtungen auf dem Doppelalbum einen Tango über ein Monster aus dem Wald, einen Samba zum Urlaub auf Mitraspera und eine Rumba zu einem hübschen Barbarenweib. Aber alles mit rockigem Einschlag. Die Epoche des Rokoko war die Epoche, die sich an Stilen aus allen anderen Epochen bedient hat, genau das versuchen wir mit unserer Musik. Live sind wir aber wieder anders und schwer auf einen Tonträger zu bannen, dafür interagieren wir zu stark mit dem Publikum.

LZ: Wie schreibt Ihr Lieder? Woher kommen die Inspirationen?

KnickKnack: Bisher bringt Florian einen fertigen Song zu einer Veranstaltung mit. Vor Ort proben wir ihn, arrangieren ihn und probieren, ihn so schnell es geht auf dem nächsten Auftritt aus. Wenn er nicht sofort beim Publikum ankommt, fliegt er wieder raus. Fistus: Die Inspirationen holen wir aus den Erlebnissen beim Live-Rollenspiel und aus der Frage Was wäre wenn?

LZ: Welche Pläne habt Ihr für die Zukunft? Auf was darf man sich freuen?

Fistus: Wir werden der Live-Rollenspiel- Szene immer erhalten bleiben, wollen ein Musikvideo mit Rollenspielflair machen und hätten Lust, als nächstes ein Live-Album zu produzieren. Aber das alles ist noch ungeplant im Kopf und bisher nichts Definitives.