Das neue Jahr hat begonnen

Endlich!

Der Winterschlaf der Kapeiken ist überstanden und wir haben große Pläne und erste Erfolge zu verzeichnen.

Zuerst zu den Plänen:
Wir werden noch im Mai ins Studio gehen und dort ein kleines Demo von 4 Liedern aufnehmen. Jeden Fan, der jetzt hofft, seine erste CD der Kapeiken in den Händen halten zu können, müssen wir leider vorerst enttäuschen. Die CD dient einzig und allein zu Werbezwecken, aber es werden bestimmt online Auszüge dieser CD zu hören sein.
Aufs Demo geschafft haben es „Fronturlaub“ (bereits beschrieben im Tagebucheintrag Die Knacknuss mit der Lautstärke! ), „Hack“, „Marlen“ und „Mit den Hexen tanzen gehen“ (beschrieben in diesem Tagebucheintrag, siehe unten).
Aber eine richtige CD zu produzieren, schwirrt schon seit längerem in unseren Köpfen, so dass wir uns entschlossen haben, über das Crowdfunding-System eine CD zum käuflichen Erwerb in 2014 zu produzieren. Der Hintergrund des Crowdfunding liegt darin, dass wir von mehreren Fans finanziell unterstützt wird, eine CD aufzunehmen und zu veröffentlichen. Dafür erhalten die Financiers die CD als Erste und werden in dieser auch namentlich erwähnt. Der Betrag der Unterstützung unterscheidet sich dabei nicht vom späteren tatsächlichen CD-Preis. So die Idee. Die Umsetzung dieser Idee soll noch im Mai beginnen und wird von uns dann in den üblichen Portalen vorgestellt.

Nun zu den Erfolgen:
Wir sind in der vergangenen Woche von Mittwochabend bis Samstagabend ungefähr sechs mal auf dem Jenseits der Siegel aufgetreten. Das Jenseits der Siegel ist eine Liverollenspielveranstaltung wie das Conquest of Mythodea auf dem wir letztes Jahr unsere Prämiere feierten (siehe auch Tagebucheinträge Unser erstes Abenteuer Teil 1 und Teil 2). In diesem besonderen Falle ist das JDS ein etwas kleinerer Ableger des COM. Trotzdem waren noch 700 Menschen verkleidet in Rolle vor Ort und wir mittendrin. Unsere Auftritte fanden entweder in der einzigen Taverne, dem „Schädel & Keule“, statt, oder direkt bei Spielergruppen die uns während der Veranstaltung gebucht haben. Jeder einzelne Auftritt für sich war ein Erfolg. Doch dazu sei gesagt, dass wir einen erfolgreichen Auftritt nicht darüber definieren wie fehlerfrei und besonders gut wir gespielt haben – von diesem Eigenlob möchten wir Abstand nehmen – sondern wie viele neue Leute wir berühren und für uns begeistern konnten. Und das war in Summe eine beeindruckende Menge!
Auch als Erfolg wird von uns betitelt, dass wir neue Lieder anbieten konnten. Lieder wie „Heiler-Bardin“, „Sklave einer Hexe“ und „Ich mag es wenn sie weinen“ wurden von uns hier zum ersten Mal vorgetragen. Doch am besten von all unseren gespielten Liedern gefiel mir wieder mal „Tanz den verrückten Hofnarr“, zu dem das Publikum beine- und schulternschüttelnd tanzte und dazu mit herausgestreckter Zunge „lallalalala“ schrie. Einfach Wahnsinn, vielen Dank dafür an dieser Stelle!

Wir konnten auch einige Erkenntnisse aus diesen fast fünf Tagen ziehen und dafür ist diese Art von Veranstaltung einfach spitze. Die wichtigste Erkenntnis dabei war, welche Lieder beim Publikum besser ankommen und welche weniger. Des weiteren haben wir nun auch verstanden, dass wir mehrere unterschiedliche Liederzusammenstellungen für unterschiedliche Arten von Konzerten benötigen. Gern würden wir zukünftig mit unserer Musik auch Mittelaltermärkte oder Musikfestivals unseres Genres bedienen können und dazu braucht man das passende Programm.
Eine andere Feststellung war, dass unsere Namenszug-Karten sehr gut ankommen. Wir wollen mehr und andere Versionen erstellen, da wir erlebt haben, wie die Leute bereits angefangen haben diese zu sammeln und zu tauschen. Vielleicht gibt es dann irgendwann ein Album in das man dann alle reinkleben kann….

Diejenigen die diesen Blog regelmäßig verfolgen, kennen bereits meine unregelmäßige schriftliche Vorstellung einzelner, von mir geschriebener Kapeikenlieder. Hier nun eine weitere inhaltliche Abhandlung, diesmal über „Mit den Hexen tanzen gehen“:
Eine temporeiche Nummer in A-Dur mit hohem Tanz- und Mitsingpotential. Der Text handelt von den üblichen Charakteren des klassischen Fantasy oder Mittelalter Szenarios, in denen diese Charaktere normalerweise eine gute Gesinnung attestiert werden. Man traut einem Ritter, einem Heiler oder sogar dem romantisch märchenhaften König keine üblen Taten zu. Das Lied bricht aber mit dieser Annahme und zerstört einigen naiven Fantasyliebhabern die Vorstellung nach einer heilen Welt in der man Gut und Böse wie Schwarz und Weiß voneinander trennen kann. Der Text beschreibt die Sehnsucht nach dem Verruchten. So ersehnt sich der Ritter in dem Lied „Mit den Hexen tanzen gehen“ danach, ein gut bezahlter Söldner zu sein. Lieber unmoralisch und reich, als edel und arm. Ein Lied, das einem den Superhelden wieder menschlicher erscheinen lässt.

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